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Internationale Beziehungen: Es ist nicht so schwer, die Nazi-Vorwürfen aus der Türkei zu kontern

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan überzieht Deutschland mit Nazi-Vergleichen. Ja, darüber kann man sich aufregen. Aber besser wären eine andere Reaktion. Eine, von denen auch die Türkei lernen kann - eine Argumentationshilfe.

Von Peter Meroth

Zeitung Merkel Frau Hitler

Vorläufiger Höhepunkt im "Nazi-Streit" zwischen der Türkei und Deutschland: Das konservative und regierungsfreundliche Boulevardblatt "Günes" titelt mit Angela Merkel als "Frau Hitler"

Frechheit! Unverfrorenheit! Total daneben! Der türkische Präsident provoziert weiter mit seinen Nazi-Vorwüfen. Deutsche Politiker und Talkshowgäste reagieren mit Empörung und Drohungen. Fällt Ihnen nichts Besseres ein?

Seine Scheinheiligkeit Recep Tayyip Erdowahn hätte eine andere Antwort verdient.


Teil eins: Ja, Deutschland hat eine Nazi-Vergangenheit. Unser Land hat in dieser Zeit unsägliche Vernichtung und Leid über Europa und die Welt gebracht. Es war für Deutschland ein quälender Prozess, sich dieser Schuld zu stellen. Es war für die Menschen ein Kampf, nicht nur die Täter zu ermitteln und anzuklagen, sondern sich auch selbst der Mitschuld zu stellen. Die Augen zu öffnen für die Mechanismen der Verführung - und die Charakterschwäche des Sich-verführen-Lassens.

Nicht alle Dämonen sind besiegt

Einiges an Aufarbeitung ist gelungen, doch die schmerzhafte Auseinandersetzung ist noch nicht vorbei. Nicht alle Dämonen sind erkannt und besiegt, da treten schon wieder neue auf. Vom Fremdenhass bis zur Verleumdungsstrategien. Ja, wir kennen das, sollte Teil zwei der Entgegnung auf Erdogans Ausfälle lauten.

Manche in Deutschland haben es noch erlebt, vielen ist es ins kollektive Gedächtnis geschrieben, wie eine Nation, die sich nach der Niederlage des Ersten Weltkriegs verloren und gedemütigt fühlte, einem Führer folgte, der ihr neue Hoffnung und vor allem neuen Stolz zu geben versprach. Unter dem sich die Schwachen und Benachteiligten endlich einmal stark fühlen konnten. Zumindest moralisch überlegen gegenüber jenen finsteren Mächten und Menschen, die sie sich als Sündenböcke präsentieren ließen.

Anleitung für den Übergang zu Diktatur

Ja, liebe türkische Mitbürger in Deutschland, wir wissen - oder sollten es zumindest wissen -, was für ein verführerisches Gift der Nationalismus ist, wie er bei Völkern oder Gruppen wirkt, die sich längere Zeit als Menschen zweiter Klasse fühlten.

In deutschen Geschichtsbüchern, so könnte Teil drei der Entgegnung auf türkische Nazi-Vorwürfe lauten, ist auch nachzulesen, wie der Übergang von der Demokratie zur Diktatur vollstreckt wurde. Wie sich das Volk in der aufgeheizten Stimmung Schritt für Schritt elementarer politischer Rechte berauben ließ. Wie politische Gegner niedergemacht wurden. Wie die sogenannte Säuberung des Staatsapparats und öffentlicher Institutionen das Klima der Angst schürte.


In Deutschland war es 1933 der Reichstagsbrand, der zum kommunistischen Putschversuch hochstilisiert wurde. Die Listen für die darauffolgende Verhaftungswelle hatten zuvor schon in den Schubladen gelegen. Reichstagsmandate wurden anulliert, Vermögen eingezogen. Zeitungen verboten. Tausende aufrechter Bürger aus Ämtern, Universitäten und Kliniken gedrängt.

"Lieber Herr Erdogan", sollten wir dem türkischen Präsidenten antworten, "danke für den Hinweis auf die Nazi-Vergangenheit Deutschlands. Die Türkei und die Türken können eine Menge daraus lernen."


kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(