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stern-Umfrage Hälfte der Deutschen könnte auf Grüne verzichten

Die Grünen-Vorsitzenden Cem Özdimir und Katrin Göring-Eckardt
Die Grünen hängen fest im Umfragetief. Ist die Ökopartei um Cem Özdimir und Katrin Göring-Eckardt aus der Mode gekommen?
© Bernd Thissen/DPA
Seit Wochen schwächeln die Grünen. Jeder Zweite würde die Ökopartei laut einer aktuellen stern-Umfrage nicht einmal vermissen. Dabei ist die Sympathie für die Partei immer noch überraschend groß.

Die seit Wochen schwächelnden Grünen liegen in den Umfragen nur noch mehr oder weniger knapp über der Fünf-Prozent-Hürde. Im stern-RTL-Wahltrend kamen sie in der vergangenen Woche mit sechs Prozent auf ihren schlechtesten Wert seit 15 Jahren. Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des stern würden 50 Prozent der Deutschen die Ökopartei nicht vermissen, wenn es sie überhaupt nicht mehr gäbe – vor drei Jahren waren es nur 39 Prozent. 48 Prozent der Befragten dagegen würden es bedauern, wenn die Grünen nicht mehr existierten – im April 2014 waren es noch 59 Prozent.

Eine Mehrheit von 56 Prozent der Bundesbürger – darunter sogar 38 Prozent der eigenen Anhänger – geht davon aus, dass die Grünen in Zukunft keine größere Rolle mehr spielen werden. Der gegenteiligen Auffassung sind 36 Prozent der Befragten.

Erstaunlich großes Wählerpotenzial für die Grünen

Dabei ist die Sympathie für die Partei immer noch überraschend groß. Zwar würden derzeit nur etwa 5 Prozent aller Wahlberechtigten sicher für die Grünen stimmen, was bei einer ermittelten Wahlbeteiligung von momentan 76 Prozent den aktuellen Wert von 7 Prozent im stern-RTL-Wahltrend ergibt. Aber darüber hinaus könnten sich immerhin 34 Prozent grundsätzlich vorstellen, bei einer der kommenden Wahlen grün zu wählen, was einem Wählerpotenzial von beachtlichen 39 Prozent entspricht. Das sind knapp 24 Millionen der rund 61,5 Millionen Wahlberechtigten.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 20. und 21. April 2017 im Auftrag des Magazins stern 1002 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.


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