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Union und AfD grenzen sich ab Lucke schließt Koalition mit der CDU auf Bundesebene aus


Nach der Debatte über eine mögliche Zusammenarbeit von CDU und AfD gehen beide Parteien nun auf Distanz: Es werde auf Bundesebene keine Koalition geben, so AfD-Chef Lucke.

Angesichts der Diskussion über eine mögliche Zusammenarbeit grenzen sich AfD und CDU demonstrativ voneinander ab. "Auf Bundesebene ist eine Koalition mit der Union so lange ausgeschlossen, wie diese an ihrer Euro-Rettungspolitik festhält", sagte AfD-Chef Bernd Lucke der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Unions-Parlamentsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer (CDU) erklärte die innerparteiliche Diskussion in der Union für beendet.

Bei der Europawahl vor eineinhalb Wochen war die AfD in Deutschland aus dem Stand auf sieben Prozent gekommen. Vor allem der rechtskonservative Flügel der Union wendet sich dagegen, eine Zusammenarbeit mit der Euro-kritischen Partei grundsätzlich auszuschließen. Die Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach (CDU) stellte sogar die Frage nach möglichen Koalitionen in den Raum.

Die CDU-Spitzengremien hatten hingegen beschlossen, dass es keine Kooperation mit der AfD geben solle. Generalsekretär Peter Tauber begründete dies am Montag damit, dass die Partei sowohl "mit ihrer Wortwahl als auch ihren Inhalten am rechtsextremen Rand" fische. "Wir wollen keine Zusammenarbeit mit der AfD", bekräftigte Grosse-Brömer.

Lucke sagte der "FAZ", er beobachte die Debatte in der Union "amüsiert". Seine Partei werde CDU und CSU "nicht hinterherlaufen", sei aber gegenüber "allen demokratischen Parteien gesprächsbereit". Mit Blick auf die Landespolitik legte sich Lucke nicht fest, sondern verwies auf die Eigenständigkeit der jeweiligen Landesverbände. Besonders in Sachsen und Thüringen gibt es Spekulationen über ein mögliches Zusammengehen von CDU und AfD.

car/AFP AFP

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