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Unwetter über Deutschland: Überflutungen, Gewitter und Hagelmassen

Notstand in Berlin, Wirbelsturm in Niedersachsen und Verkehrschaos in Bayern: Starke Unwetter haben in der Nacht zum Samstag in weiten Teilen des Landes schwere Schäden angerichtet. In Berlin wurde wegen sintflutartiger Regenfällen und Blitzeinschlägen vorübergehend der Notstand ausgerufen.

Wassermassen drangen unter anderem im Alliierten-Museum in Berlin-Zehlendorf ein. Ausstellungsstücke wurden aber nicht beschädigt. In der Hauptstadt waren Straßen und Autobahnen überschwemmt, nach Blitzeinschlägen kam es zu zwei Wohnungsbänden. Noch am Morgen waren einige Straßen gesperrt. In Oberbayern deckten schwere Stürme Dächer von zehn Häusern ab, zahlreiche Keller wurden überflutet und Bäume stürzten um. Die Autobahn 8 bei München war wegen starken Hagels zeitweise nicht mehr befahrbar. Schnee-Räumfahrzeuge beseitigten die Schicht aus Hagelkörnern. In München wurde ein Straßentunnel wegen Überflutung gesperrt.

Ein Wirbelsturm richtete auch in Niedersachsen mehrere hunderttausend Euro Schaden an. Bäume wurden entwurzelt und Dachpfannen von Wohnhäusern gerissen. In Sittensen zwischen Hamburg und Bremen stürzte ein Baum auf ein fahrendes Auto. Verletzt wurde niemand. Eine leichte Rauchgasvergiftung erlitt ein Bewohner eines Einfamilienhauses in Lübbenau im Spreewald, nachdem ein Blitzeinschlag den Dachstuhl entzündet hatte. Regen und Gewitter richteten in Brandenburg weitere erhebliche Schäden an.

In Großbritannien sorgten heftige Regenfälle ebenfalls für Überschwemmungen. Ein 17 Jahre alter Soldat wurde auch am Samstag noch vermisst, nachdem er am Freitag in Nordengland in den Fluten abgetrieben worden war. Wohnhäuser, Schulen, Büros und Straßen standen unter Wasser, tausende Menschen waren betroffen. Der Wetterdienst gab am Samstag weitere Hochwasser-Warnungen für Teile Mittel- und Nordenglands sowie für Wales heraus.

DPA