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Vorwürfe: BA-Chef Weise soll Schwarzarbeit zugelassen haben

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, soll nach einem Bericht des "Handelsblatt" als Vorstand des Logistikunternehmens Microlog Schwarzarbeit zugelassen haben.

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, soll nach einem Bericht des "Handelsblatt" als Vorstand des Logistikunternehmens Microlog Schwarzarbeit zugelassen haben.

In mindestens einem Fall seien bei Microlog Anfang 2002 etwa 20 Lagerarbeiter schwarz bezahlt worden, berichtete die Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf frühere Angestellte des Unternehmens. "Wir haben besprochen, wie wir die Kosten für einen größeren Wochenendeinsatz gering halten könnten", zitierte die Zeitung einen der Beteiligten. "Weise war damit einverstanden, dass die Mitarbeiter unter der Hand bezahlt werden", zitierte das Blatt weiter.

Weise weist Vorwürfe zurück

Der BA-Chef wies gegenüber der Zeitung die Vorwürfe zurück. "Als Vorstand der Microlog ist mir der Einsatz von Schwarzarbeitern nie bekannt geworden. Die Gesellschaftspolitik war eindeutig und hätte dies nicht erlaubt", sagte Weise. Er hatte im Februar den Chef-Posten bei der BA von Florian Gerster übernommen, dem der BA-Verwaltungsrat zuvor das Vertrauen entzogen hatte.

Reuters