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Warnstreiks: Ärzte protestieren in Hannover und München

Auch Götter in weiß müssen im Zweifelsfall mit der Trillerpfeife ihr Gehalt verhandeln. Da die Angebote der Arbeitgeber nicht zufriedenstellend waren, organisierte die Ärztevereinigung Marburger Bund erste Warnstreiks in Hannover und München. Weitere Städte sollen folgen.

An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben sich am Montag rund 300 Ärzte an einem zweistündigen Warnstreik beteiligt. Die Mediziner legten nach MHH-Angaben von 8.00 bis 10.00 Uhr die Arbeit nieder. Zeitgleich kam es am Deutschen Herzzentrum München zu einem Warnstreik. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund bezeichnete die Aktion als "Warnschuss" an die Tarifgemeinschaft deutscher Länder. Die Arbeitgeberseite habe in bisher vier Verhandlungsrunden keinerlei Kompromissbereitschaft gezeigt. Der Marburger Bund fordert eine Gehaltssteigerung um fünf Prozent. Für den Nachmittag kündigte die Gewerkschaft einen Warnstreik an der Uniklinik Göttingen an.

ono/DPA / DPA