Zentralrat der Juden Knobloch will nicht vor Ende ihrer Amtszeit zurücktreten

Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, will nicht vor Ende ihrer Amtszeit im November zurücktreten. "Gerade als Zeugin der Gräuel der Naziherrschaft" mache sie ihre "Aufgabe als Präsidentin des Zentralrats glücklich", schrieb Knobloch in einem Beitrag für die "Süddeutsche Zeitung" (Samstagsausgabe).

Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, will nicht vor Ende ihrer Amtszeit im November zurücktreten. "Gerade als Zeugin der Gräuel der Naziherrschaft" mache sie ihre "Aufgabe als Präsidentin des Zentralrats glücklich", schrieb Knobloch in einem Beitrag für die "Süddeutsche Zeitung" (Samstagsausgabe). Die bestehenden Chancen schenkten ihr "Kraft, dafür zu arbeiten, dass jüdisches Leben in unserem gebrochenen Land wieder gelingen kann." Dafür wolle sie ihre "Energie in den nächsten Jahren verwenden. Auch als Präsidentin des Zentralrats."

Knobloch mahnte, dass "alle, die Verantwortung für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland tragen," nun "füreinander einstehen" müssten: "Respekt und Anerkennung für die Leistungen eines jeden von uns ist die notwendige Basis, damit uns gelingt, was wir uns vorgenommen haben. Noch nie war eine jüdische Vertretung auf Bundesebene so wichtig, damit unsere Anliegen und Aufgaben nicht vergessen werden", schrieb sie in dem "SZ"-Beitrag weiter.

Verschiedenen Medienberichten zufolge steht dem Zentralrat der Juden ein Führungswechsel bevor, weil Knobloch angeblich nicht für eine weitere Amtszeit antritt. Die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtete diese Woche unter Berufung auf Zentralratskreise, die 77-Jährige reagiere mit ihrem Verzicht auf Kritik an ihrer Amtsführung im engeren Führungskreis des Zentralrats. Laut "Handelsblatt" hat Knobloch dem Präsidium des Zentralrats ihren Verzicht bereits erklärt. Nachfolger soll demnach ihr bisheriger Stellvertreter Dieter Graumann werden.

AFP AFP

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