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140. Geburtstag: Das große Erbe des Mahatma Gandhi

Heute vor genau 140. Jahren, am 2.Oktober 1869, wurde Mahatma Gandhi im indischen Porbandar geboren. Der gläubige Hindu wurde zu einem der berühmtesten geistigen und poliitischen Führer der Weltgeschichte - vor allem wegen seiner Philosophie des gewaltfreien Widerstands.

Mahatma Gandi, aufgewachsen in einem strenggläubigen hinduistischen Elternhaus, schlug zunächst eine Karriere als Rechtsanwalt ein. Seine erste Auslandsreise führte ihn 1893 nach Südafrika, wo er schnell zum Führer und Verteidiger der großen Gruppe indischer Einwanderer avancierte.

Nach seiner Rückkehr nach Indien 1914 schloss er sich dem Widerstand gegen die britische Kolonialmacht an, organisierte Streiks und Demonstrationen und wurde mehrmals verhaftet. Nachdem er zum Führer des Indian National Congress (INC) geworden war, wurde er 1922 von den Briten zu sechs Jahren Haft verurteilt, von denen er aus gesundheitlichen Gründen jedoch nur zwei absitzen musste. Bei seiner Rückkehr nach Bombay bereitete ihm die Stadt einen triumphalen Empfang – der Mythos Gandhi war geboren.

In den nächsten Jahren entwickelte er seine eigene Philosophie des gewaltfreien Widerstandes, mit der er und seine immer größer werdende Anhängerschaft die britische Regierung immer mehr unter Druck setzte: Mit Sitzblockaden, Arbeitsverweigerung, Hungerstreiks forderte der INC die Unabhängigkeit und Freiheit Indiens und verschaffte sich damit weltweite Aufmerksamkeit.

Doch Gandhi hatte in Indien nicht nur Freunde: Vor allem Fanatiker auf Seiten der Muslime und Hindus reagierten, auch nach der Teilung Indiens und der Abspaltung Pakistan immer aggressiver auf Ghandhis Versuche, die indische Nation zu versöhnen.

Am 30. Januar 1948 wurde der damals 78-jährige Gandhi vom nationalistischen Hindu Nathuram Godse erschossen. Seine Idee, dass Gewaltlosigkeit auf Dauer immer die Gewalt selbst besiegt, lebte jedoch weiter.

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