stern-Umfrage Deutsche sehen schwarz für Konjunktur


Die Bundesbürger sehen die Konjunktur so pessimistisch wie lange nicht mehr. Nur noch 14 Prozent glauben, dass es auch künftig bergauf gehen werde. Doch der Pessismismus der Deutschen wiederum könnte eine Talfahrt verstärken, befürchtet Forsa-Chef Manfred Güllner.

Auf die Frage, wie sich ihrer Meinung nach die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland entwickeln werden, erklärten in einer Umfrage für den stern sowie den Fernsehsender RTL fast zwei Drittel der Bürger (63 Prozent), dass es bergab gehen wird. Es ist der schlechteste Wert, den das Forsa-Institut seit 1997 gemessen hat. Noch Anfang des Jahres hatten nur 40 Prozent der Bürger an eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage geglaubt. Nur noch 14 Prozent der Deutschen sind derzeit optimistisch und glauben, dass es künftig bergauf gehen wird.

Forsa-Chef Manfred Güllner warnte in einem Gespräch mit stern.de vor Auswirkungen der pessimistischen Stimmung auf die Konjunktur. Schon jetzt würden die Menschen sparen. "Nun schauen sie noch genauer auf jeden Cent. Das wird sicherlich die Talfahrt verstärken", sagte er gegenüber stern.de, dem Online-Magazin der Hamburger Zeitschrift. Die Politik, so Güllner, müsse in dieser Situation Orientierung geben. Die Menschen wüssten, dass die Preise nicht diktiert werden können. Aber sie vermissten die Orientierung durch die Politik.

Datenbasis: 2501 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger vom 7. bis 11. Juli 2008.

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