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Wahlspot der IG Metall Geht doch!


Laute Musik, schnelle Schnitte und viele lustige Filmschnipsel - der neue Wahlspot der IG Metall ist überraschend unterhaltsam. So muss Wahlwerbung im Youtube-Zeitalter aussehen!
Von Timo Brücken

Was haben Sie heute in der Mittagspause nach dem Essen gemacht? Mit Kollegen geschwatzt, einen Kaffe getrunken oder doch nur wieder lustige Youtube-Videos geguckt? Wenn Sie zur dritten Gruppe gehören, sei Ihnen der Bundestagswahlspot der IG Metall ans Herz gelegt. Könnte Ihnen gefallen.

Denn nach diversen Totalausfällen der kleinen und großen Parteien hat die Gewerkschaft nun ein erstaunlich unterhaltsames Video zur Bundestagswahl abgeliefert. Das Rezept ist einfach: Lustige Pannenvideos und Nachrichtenschnipsel werden zusammengemixt mit bekannten Filmszenen und dem Nachmittagsprogramm der Privatsender. Der Schnitt ist schnell, die Musik dramatisch, der Unterton ironisch bis bitterböse.

Thilo Sarrazin radebrecht "Äh, Germany, äh, does itself away", um die Bildungsmisere zu illustrieren. Ein kleiner Junge plärrt im Elektronikmarkt herum, weil er vermeintlich keinen Kitaplatz hat. Ständig fliegt irgendwer auf die Nase. Und auf die Ansage, der Wahlkampf werde schmutzig, folgt ein Dixiklo, das an einem Bungeeseil hängt und... Nein, das wäre jetzt zuviel verraten.

Die Neuerfindung des Humors ist das nicht, aber witziger als alles, was die Parteien in diesem Jahr zusammengefilmt haben. Und nicht so verkrampft möchtegern-cool wie manche selbsternannte Wahlsendung für junge Leute. Der "Metallmix" trifft einfach nur den Ton des Youtube-Zeitalters. Und auch wenn klar ist, dass die IG Metall die SPD klar der CDU vorzieht, am Ende lautet die Botschaft ganz neutral: "Geh wählen!"


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