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Southwest Airlines: Frau von Bord geworfen, weil sie Allergie gegen Hunde hat

Eine Frau beschwert sich über zwei Hunde an Bord einer Southwest-Airlines-Maschine. Sie habe eine lebensgefährliche Allergie und verlangt, dass die Tiere entfernt werden müssten. Am Ende ist sie diejenige, die das Flugzeug verlassen muss. 

Polizisten bringen eine Frau vom Bord einer Southwest-Airlines-Maschine

Polizisten bringen eine Frau vom Bord einer Southwest-Airlines-Maschine

Immer wieder haben in den vergangenen Monaten Fluggesellschaften wegen des Umgangs mit ihren Kunden für negative Schlagzeilen gesorgt. Nun macht der Fall einer Frau die Runde, die von Bord einer Southwest-Airlines-Maschine gehen musste, nachdem sie über eine lebensgefährliche Allergie gegen Haustiere geklagt hatte. Auf dem Flug von Baltimore nach Los Angeles am vergangenen Dienstag befanden sich nämlich auch zwei im Passagierraum.

Bei Allergie gegen Hunde ist ein Attest nötig

Wie US-Medien berichten, habe die Frau verlangt, die Tiere von Bord zu nehmen. Einen medizinischen Nachweis über ihre Allergie habe sie jedoch nicht vorlegen können. Als die Crew ihre Forderung daher ablehnen musste, habe die Frau eine Injektion verlangt, welche die allergische Reaktion hemmen soll, berichtete ein Augenzeuge dem Sender NBC News. Doch ohne ein ärztliches Attest sei auch dies nicht möglich gewesen.

Daraufhin habe der Pilot der Frau angeboten, das Bodenpersonal könne nachprüfen, ob eine Injektion möglich ist, und sie aufgefordert, das Flugzeug zu verlassen. Um ihrer eigenen Sicherheit willen. Doch sie weigerte sich. Und so holte die Airline die Polizei zur Hilfe.

Passagiere ergreifen Partei für die Polizei

Ein Passagier hielt das folgende Geschehen auf Video fest und teilte es anschließend im Netz. Die Aufnahmen zeigen, wie mehrere Beamte versuchen, die Frau aus dem Flugzeug zu bringen. Sie wehrt sich heftig. "Was machen Sie da?", ruft sie mehrfach. "Ich werde rausgehen. Fasst mich nicht an." Als sie ihren Worten aber keine Taten folgen lässt, zerren die Polizisten sie förmlich aus dem Salon.

Die anderen Passagiere zeigen sich genervt und fordern die Frau auf, den Beamten Folge zu leisten. "Steigen Sie aus dem Flugzeug. Beschweren können Sie sich später", ruft jemand im Hintergrund.

"Ich hörte, wie sie sagte, dass ihr Vater operiert werde und anschließend, dass sie Professorin sei und nach L.A müsse", erzählte einer der Passagiere News. "Sie hat verworrenes Zeug geschrien. Sie wusste, dass die Leute Aufnahmen machen." Ein anderer Gast berichtete, die Frau habe gerufen, dass sie schwanger sei. 

Southwest Airlines sieht sich im Recht

Schließlich wurde die Frau wegen Störung der öffentlichen Ordnung und Widerstand gegen die Staatsgewalt verhaftet.

Southwest-Airlines entschuldigte sich bei ihrer Kundin für den Rausschmiss, sieht sich jedoch im Recht: "Unsere Politik sieht vor, dass Kunden (ohne ein ärztliches Attest) nicht an Bord genommen werden können, wenn sie eine lebensbedrohliche melden und nicht mit Tieren reisen können", hieß es in einer Erklärung. "Unsere Crew hat mehrfach versucht die Situation zu klären. Doch die Kundin weigerte sich, das Flugzeug zu verlassen. Und so mussten die Organe der Strafverfolgung eingeschaltet werden."

ivi

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