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"Queen Mary 2": Eine Königin als Stargast

Sie ist der Hamburger Lieblingsschiff und für ihren teuersten Gast verschieben die Hanseaten gerne auch ein Traditionsfeuerwerk. Hunderttausende Zuschauer feiern zusammen mit der "Queen Mary 2" und dutzenden anderen Schiffen den Hamburger Hafengeburtstag.

Hunderttausende Menschen haben am Samstagabend die "Queen Mary 2" als Stargast des Hamburger Hafengeburtstags gefeiert. Begeistert beobachteten sie das Eindockmanöver des längsten Kreuzfahrtschiffes der Welt vom Elbufer aus. Die Polizei hatte die Landungsbrücken wegen der Aktion aus Sicherheitsgründen vorübergehend geräumt. Das für die Hafenparty geplante Feuerwerk wurde deshalb auf die Zeit nach dem Eindocken verschoben und begann mit deutlicher Verspätung erst nach Mitternacht. Die Landungsbrücken wurden ab diesem Zeitpunkt wieder freigegeben.

Der Luxusliner sollte ursprünglich bereits am Samstagmorgen bei der Werft Blohm und Voss für Reparaturarbeiten eindocken. Nach der verspäteten Ankunft des Ozeanriesen im Hamburger Hafen war zunächst unklar gewesen, ob das Schiff tatsächlich noch am Samstagabend ins Trockendock gehen würde. Nach Angaben des Hamburger Hafenkapitäns Jörg Pollmann musste zunächst abgewartet werden, bis der Pegelstand des Elbwassers ausreichend hoch sein würde. Das Eindockmanöver begann daher erst rund eine Stunde nachdem das Schiff im Hafen angekommen war.

Hamburg im Festrausch

Die Ankunft der "Queen Mary 2" galt als eine der Hauptsensationen während der dreitägigen Party zum 817. Hamburger Hafengeburtstag. Hunderttausende Menschen in der Hansestadt feiern am Wochenende entlang der Elbe den 817. Hamburger Hafengeburtstag. Vor allem an den Landungsbrücken drängten sich die Besucher und beobachteten diverse Attraktionen auf und über dem Fluss, darunter ein Feuerlöschmanöver auf See und eine waghalsige Luftakrobatiknummer. Viele Besucher waren vor allem zum Hafengeburtstag gekommen, um die Schiffe am Anleger zu bestaunen oder sogar selbst an Bord zu gehen. "Ich brauche dieses Schiffsgefühl einfach ab und zu", sagte der 60-jährige Harald Wollaschke. Er freute sich über "Stargäste" des Hafenfestes, wie die "Fregatte Bremen", die "Mir", die als einer der schönsten und größten Windjammer weltweit gilt, aber auch über die nachgebauten Hansekoggen mit mittelalterlichem Schiffsflair.

Mehr als eine Millionen Zuschauer

Als unbestrittene Hauptattraktion galt aber die "Königin der Meere", eines der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt. In der Werft wird die Antriebsgondel des Schiffs-Giganten repariert, bevor dieser die Hansestadt voraussichtlich am 10. Mai wieder verlässt.

Das Hamburger Hafenfest endet mit der traditionellen Auslaufparade der Schiffe auf der Elbe am Sonntagnachmittag. Am Freitag und Samstag waren nach Schätzungen mehr als eine Million Menschen versammelt, davon allein 680 000 am Samstag. Die Hafen-Fete soll heute mit der traditionellen Auslaufparade von hunderten Schiffen zu Ende gehen.

DPA / DPA

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