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Notfall bei Germania: Schreck an Bord: Mallorca-Flieger muss nach Druckabfall umkehren

Münster statt Mallorca: Die Besatzung eines Airbus A319 von Germania setzte auf dem Flug nach Palma ein Notsignal ab. Das Flugzeug flog mehrere Schleifen über dem Rheinland, ehe es in Münster wieder landete.

Der zehn Jahre alte Airbus A319 der Fluggesellschaft Germania musste am Freitagabend zum Flughafen Münster/Osnabrück zurück

Der zehn Jahre alte Airbus A319 der Fluggesellschaft Germania musste am Freitagabend zum Flughafen Münster/Osnabrück zurück. Am Ende der Gangway steht ein Rettungswagen mit eingeschaltetem Blaulicht. 

DPA

Es ging zurück zum Ausgangsort statt in die Ferien nach Mallorca. Eine Maschine der Fluggesellschaft Germania ist am Freitagabend aufgrund von Kabinendruck-Problemen zum Flughafen Münster/Osnabrück zurückgekehrt.

Der Airbus A319 mit der Flugnummer ST4212 mit dem Ziel Palma de Mallorca war nach Angaben eines Flughafensprechers um 21.45 Uhr gestartet. Während des Steigfluges sei im Cockpit ein technisches Problem zur Regelung des Kabinendruckes angezeigt worden, teilte Germania am Samstag mit. Die Maschine sollte eigentlich um 23.40 Uhr auf der Baleareninsel ankommen.

Daraufhin habe sich der Kapitän zur Landung entschlossen. Das Flugzeug habe sich zu diesem Zeitpunkt ungefähr über Köln befunden, sagte der Flughafensprecher. Es habe sich nicht um einen plötzlichen Druckabfall gehandelt.

"Luftnotfall" für Germania-Airbus

Die Piloten sendeten den Transpondercode 7700 aus und erklärten damit einen sogenannten Luftnotfall. Nach mehreren geflogenen Schleifen über dem Rheinland nahm die Maschine Kurs auf den Flughafen Düsseldorf.

Der Airbus flog mehrere Schleifen über dem Rheinland

Der Airbus flog mehrere Schleifen über dem Rheinland

Nachdem das Flugzeug zunächst deutlich an Höhe verlor, stieg es wieder auf und brach den Landeanflug auf den Airport der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ab, wie die  Aufzeichnungen auf "Flightradar24" zeigen.

Um 23.04 Uhr sei die Maschine sicher in Münster/Osnabrück gelandet, teilte Germania mit. "Alle 129 Passagiere, 3 Kleinkinder und fünf Besatzungsmitglieder haben das Flugzeug unverletzt verlassen." Für die Nacht sei ihnen ein Hotel angeboten worden. Am Samstagmorgen habe es für sie einen Ersatzflug nach Mallorca gegeben. Die Fluggesellschaft entschuldigte sich bei den Passagieren für die Unannehmlichkeiten.

Erst Ende März war ein Jet von Germania in einen Zwischenfall auf dem Ben Gurion Airport in Tel Aviv verwickelt. Vor dem Start des Fluges ST4915 nach Berlin-Tegel hatte ein Pushback-Fahrzeug die Boeing 737 rückwärts von der Parkposition auf das Vorfeld geschoben. Doch der Weg war nicht frei.

Das Heck der zehn Jahre alten Maschine krachte in ein Großraumflugzeug, das sich ebenfalls auf dem Rollweg befand. Dabei handelte es sich um eine Boeing 767-300 der israelischen Fluggesellschaft El Al. Personen kamen nicht zu Schaden.

+++ Lesen Sie auch: "Zwischenfall in Tel Aviv - Germania-Jet verkeilt sich in eine Boeing von El Al" +++

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