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Stressabbau in der Wildnis: In der gläsernen Hütte: Jenseits von Schweden

Viel Natur und sonst nichts: In dieser Hütte bestehen Dach und Wände aus Glas. Die transparente Unterkunft, die jeder mieten kann, steht am Ufer eines Sees und war Schauplatz für ein ungewöhnliches Experiment.

Nah an der Natur: Die transparenten Hütten stehen auf einer einsamen Insel in Westschweden und sind nur mit einer Bootsfahrt zu erreichen.

Nah an der Natur: Die transparenten Hütten stehen auf einer einsamen Insel in Westschweden und sind nur mit einer Bootsfahrt zu erreichen.

Wir beneiden die Schweden um ihre grandiose Natur: unendliche Wälder, 100.000 Seen, 8000 Inseln, 350.000 Elche. Außerdem gibt es im Sommer das Phänomen der Mitternachtssonne, und im Winter leuchten die Polarlichter im hohen Norden. Auf einer Fläche von 450.000 Quadratkilometern leben nur 10 Millionen Menschen. Im Gegensatz zu Deutschland kommen daher auf einen Quadratkilometer statt 231 nur 23 Personen.

Kein Wunder, dass im internationalen Vergleich das skandinavische Land in Sachen Lebensqualität regelmäßig auf den vorderen Plätzen landet. Weil Schweden auch als eines der sichersten Länder gilt, ist es bei Urlaubern aus Mitteleuropa ein beliebtes Reiseziel.

Entschleunigung für Gestresste

Wie positiv sich ein naturnaher Lebensstil auf den Menschen auswirken kann, zeigt ein Experiment, das im vergangenen Jahr in Westschweden durchgeführt wurde: Fünf Teilnehmer einer Studie, die in stressigen Berufen im Ausland arbeiten, wurden eingeladen, drei Tage in eigens dafür gezimmerten Hütten am Ufer eines Sees zu verbringen - jeder allein inmitten der Natur.

Als Unterkünfte dienten Hütten mit Wänden und Decken aus Glas. Sie wurden auf Henriksholm, einer Privatinsel zwei Stunden nördlich von Göteborg, errichtet. In die transparenten 72-Hour-Cabins zogen unter anderem eine Taxifahrerin aus Paris, ein Eventkoordinator aus New York und die Polizistin Steffi Tauscher aus München ein.

Nach dem 72-stündigen Aufenthalt zeigte sich Steffi tief beeindruckt: "Die Schönheit und Ruhe von unberührter Natur, fernab von Massentourismus" hatte es ihr angetan, ebenso "das tiefe Grün der Bäume und kristallklare Wasser im See in Trinkwasserqualität."

Reduzierung auf das Wesentliche

Mit von der Partie waren Stressforscher vom Karolinska Institut in Stockholm. Sie fanden heraus, dass bei allen Probanden nach drei Tagen der systolische Blutdruck um 9 Prozent zurückging. Während des Aufenthalts "hatte ich Zeit, über mich und mein Leben nachzudenken. Dinge, die ich aktuell tue, zu hinterfragen", resümiert die Münchnerin. Ihr Fazit lautet: "In Zukunft werde ich meine Urlaube anders planen, auch wenn nur kurz Zeit bleibt. Ruhe und Erholung findet man in der Natur und nicht in Hotelresorts."

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Ab Mai können die gläsernen Hütten von jedermann gemietet werden. Der Preis für die "72-Stunden-Häuschen" beträgt 650 Euro für eine Einzelbelegung inklusive Vollpension oder 390 Euro pro Person bei Doppelbelegung für die drei Tage.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(