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"100 Tage Amazonien": Mit Machete und Kamera zu den letzten Hütern des Waldes

Der Münchner Fotograf York Hovest ist hundert Tage durch das Amazonasbecken gezogen. Seine Fotos dokumentieren die tropische Natur und die dramatischen Eingriffe des Menschen in das größte Regenwaldgebiet der Erde.

Amazonas

Die scheinbar intakte des Welt des Amazonas-Regenwaldes: ein Regenbogen über den Hütten eines Dorfes am Ufer des wasserreichsten Flusses.

Nicht nur über weite Gebiete Brasilien erstreckt sich der mit seinen 10.000 Zuflüssen, das riesige Regenwaldgebiet liegt auch auf dem Territorium der südamerikanischen Ländern Peru, Ecuador und Venezuela. Mit einer Waldfläche von 6.700.000 Quadratkilometern ist die grüne Region fast eineinhalbmal so groß wie die Europäische Union.

Die Artenvielfalt in dem größten C02-Speicher der Welt ist überwältigend und teilweise noch unerforscht. "Die fast 3.000.000 Menschen gehören mehr als 350 verschiedenen ethnischen Gruppen an", sagt York Hovest. Der Münchner Fotograf reiste schon als Jugendlicher im Alter von 15 Jahren erstmals in den Regenwald Venezuelas dicht an der Grenze zu Brasilien. "Nur noch ein kleiner Teil der Indigenen des Amazonasgebietes kann heute noch im Einklang mit der Natur leben. Mit dem Abholzen der Regenwälder, den großen Sojaplantagen und dem ungezügelten Hunger nach Gold und Öl schwinden die Überlebenschancen", berichtet Hovest.  

Bei seiner hunderttägigen Reise im Sommer 2015 drang er so tief in den grünen Dschungel mit seinen weit verzweigten Flussläufen in den vier Ländern ein, dass er für einige Jüngere der Indigenen der erste Weiße war, mit denen sie in Kontakt kamen.

Er gewann ihr Vertrauen, ging mit ihnen auf die Jagd und hat seine Fotos jetzt in dem Bildband "Hundert Tage Amazonien. Meine Reise zu den Hütern des Waldes" veröffentlicht, der bei National Geographic erschien. Seine Farbaufnahmen zeigen nicht nur die überwältigende Natur mit ihrer Flora und Fauna, sondern auch in einfühlsamen Schwarz-Weiß-Aufnahmen den Alltag der Urbevölkerung.

Seine Bilder der "Hüter des Waldes" geben uns einen Einblick in Lebensweise und Stammesriten. Mit seinem Projekt "Hundert Tage " ist auch ein leidenschaftlicher Appel verbunden: "Wenn wir unsere Natur bewahren wollen, müssen wir rasch handeln. Ansonsten wird alles für immer verschwunden sein."

Auf den folgenden Seiten der Fotostrecke zeigen wir einige Aufnahmen aus der Neuerscheinung.

tib

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