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Asche-Entwarnung für Deutschland: Regulärer Flugbetrieb in der nächsten Woche

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) rechnet für die nächste Woche nicht mit Beeinträchtigungen des Luftverkehrs wegen der Asche des isländischen Vulkans Eyjafjöll. DFS-Sprecher Axel Raab betonte aber, dass keine weitergehenden Vorhersagen möglich seien und sich die Lage jederzeit ändern könne.

Die Aschewolke aus Island wird den Flugverkehr in Deutschland in der kommenden Woche voraussichtlich nicht beeinträchtigen. Die Deutsche Flugsicherung teilte am Sonntag mit, nach den jüngsten Wettermeldungen sei mit keinen Einschränkungen zu rechnen. Auch das internationale Drehkreuz London-Heathrow ist vorerst nicht von den Sperrungen betroffen, die in Großbritannien erlassen wurden.

"Die deutschen Fluggesellschaften führen ihren Flugbetrieb ganz normal weiter und werden dies nach der aktuellen Einschätzung auch in der kommenden Woche tun können", erklärte DSF-Geschäftsführer Michael Engel. Die Lufthansa und das Max-Planck-Institut unternahmen am Sonntag einen siebenstündigen Messflug, um die aktuelle Vulkanasche-Konzentration im europäischen Luftraum zu messen. Ergebnisse würden erst am Montag oder Dienstag erwartet, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Der speziell ausgestattete Airbus A340-600 absolvierte demnach von Frankfurt aus eine Route in Richtung Nordeuropa, über Skandinavien, die Britischen Inseln und den Atlantik.

Großbritannien gab Entwarnung für den Großraum London. Die Luftfahrtbehörde erklärte zwar bis Sonntag 20.00 Uhr (MESZ) ein sechsstündiges Flugverbot für Teile Englands und Schottlands. Davon waren aber mit Manchester, Liverpool, Carlisle und Nordirland nur nördliche Gebiete betroffen.

Irland schloss am frühen Morgen drei Flughäfen im Nordwesten, Dublin blieb zunächst aber zumindest bis zum Abend offen. Über eine mögliche Sperrung des Flughafens von Shannon, auf dem viele Transatlantik-Flüge einen Zwischenstopp einlegen, wollte die zuständige Behörde zu Mitternacht neu entscheiden. Auch Nordatlantik-Flüge durch den irischen Luftraum müssten vorerst nicht mit Umleitungen rechnen, erklärte sie.Die Aschwolke hatte Mitte April eine sechstägige Sperrung des europäischen Luftraums ausgelöst, die den Fluggesellschaften Millioneneinbußen einbrockten.

Reuters / Reuters

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