Business-Tickets Wie auf Wolken


Economy-Flüge schonen den Geldbeutel, aber nicht die Knochen. Wer sich umtut und ein bisschen vorausplant, findet Business-tickets zum Schnäppchenpreis. Da jubeln nicht nur die Knie.

Die Preise für die noblen Klassen im Flugzeug purzeln kräftig. Derzeit sind sogar BusinessTickets auf Langstreckenflügen nach Asien für weniger als 1000 Euro zu haben. Besonders Fluglinien, die nicht wie Air France, Lufthansa und Co. auf die allerneuesten Schlafsessel umgerüstet haben, bringen Flugscheine für ihre Business-Class zum Discountpreis auf den Markt. So zum Beispiel die iranische Mahan Air. Mit der hierzulande eher unbekannten Fluglinie geht es schon ab 857 Euro von Düsseldorf im vorderen Kabinensegment nach Bangkok. Günstige Zubringerflüge mit dem Billigflieger DBA gibt es zudem. Selbst wenn die Bestuhlung nicht dem allerneuesten Stand entspricht - in üppig breiten Sesseln mit bequem nach hinten verstellbaren Rückenlehnen sitz man allemal.

Wer aber tatsächlich wie auf Wolken schweben will, wird nur bei den führenden Airlines fündig. Die haben ihre Business-Klassen sukzessive mit High-Tech-Sesseln ausgestattet. Per Knopfdruck verwandelt sich der Sitz in ein vollwertiges Bett. Eine komplett ebene Liegefläche misst bei British Airways 183 Zentimeter, bei Air New Zealand großzügige 202 Zentimeter. Ist bei den Neuseeländern der Sessel in die Schlafstellung gebracht, sorgt eine zusätzliche Matratzenauflage dafür, dass kein Wulst und kein Spalt den Schlaf über den Wolken stört.

Mancher Schlaf geht nur mit Neigungswinkel

Allerdings werden Passagiere nur von den wenigsten Fluglinien wirklich in die Horizontale gebracht. Dazu zählt neben Air New Zealand und British Airways noch die South African Airways. Weitaus häufiger finden sich Sitze, die zwar zur ebenen Liegefläche umgeklappt werden können, deren Liegefläche im Verhältnis zum Kabinenboden allerdings deutlich geneigt ist. Der Neigungswinkel der Fläche kann zwischen 8 Grad (Singapore Airlines) und 13 Grad (Swiss) betragen. Bei Lufthansa misst der Winkel 9 Grad. Welche Fluglinien welche Sitze anbieten, lässt sich prima übers Internet herausfinden (siehe Tipps).

Ob mit oder ohne Neigungswinkel, die fliegenden Business-Betten werden zunehmend beliebter. Bieten sie doch einen Luxus, der bis vor kurzem ausschließlich Passagieren der First Class vorbehalten war. Schnäppchenpreise sucht man deshalb oft vergebens. Am ehesten können noch Frühbucher sparen. So räumt die Deutsche Lufthansa teilweise saftige Abschläge ein, wenn das Ticket mindestens 60 Tage vor Abflug gebucht wird. Ein New-York-Ticket gibt es dann ab 2019 Euro und das nach Johannesburg ab 2497 Euro. Gegenüber den Normaltarifen ist das immerhin ein Rabatt von 46 beziehungsweise 54 Prozent. Noch einen Hauch günstiger, nämlich für 1985 Euro, können Frühbucher im Business-Bett von Singapore Airlines in New York einschweben.

Wer sich gern im Business-Komfort räkelt, aber nicht gleich ein vollwertiges Bett braucht, kann derzeit auf viele Business-Class-Offerten zurückgreifen. Vor allem bei Online-Portalen wie Avigo oder Fly.de. Letzteres bietet zum Beispiel ein Business-Class-Ticket von Frankfurt nach Dubai bereits ab 1286 Euro (Turkish Airlines) oder nach Chicago ab 1480 Euro (Air India) an - gegenüber dem Normalpreis ein Abschlag von bis zu 70 Prozent.

Aber auch ein Blick in die klassischen Urlaubskataloge kann sich lohnen. So verkauft Explorer Fernreisen etwa Business-Tickets von Etihad Airways nach Abu Dhabi bereits ab 1479 Euro. Ein Manko: Die Schnäppchen erhält meist nur, wer beim selben Veranstalter gleich noch andere Leistungen bucht, wie zum Beispiel die Unterkunft.

Eine weitere Möglichkeit, Geld zu sparen, sind so genannte Partnerspecials - Offerten für gemeinsam Reisende. Die gibt es entweder direkt bei den Airlines oder bei verbundenen Unternehmen - wie der Kreditkartenfirma American Express (Amex). Erfreulich: Partnerspecials haben zunehmend auch renommierte Fluglinien im Programm. Amex bietet seinen Kunden zum Beispiel Business-Flüge mit Continental nach Newark ab 1658 Euro an. Noch günstiger ist ein Gulf-Air-Ticket nach Bahrain: ab 1327 Euro pro Person. Allerdings können die Amex-Specials nur von Inhabern einer American Express Gold, Platinum oder Centurion gebucht werden.

Destinations Touristik akzeptiert ebenfalls Kartenzahlungen, die Marke ist dabei aber egal. Der Spezialist von hochwertigen Flugreisen wirbt mit Partnerofferten für Business-Class-Flüge ab 1379 Euro pro Person nach Hongkong (Turkish Airlines) oder ab 1799 Euro nach Australien (Royal Brunei). Allzu lange zögern darf man allerdings nicht, häufig gelten derartige Preise nur für einen kurzen Zeitraum. Die gemeinsam Reisenden müssen übrigens keine Paare mit Trauschein sein. Auch zwei befreundete Personen können Partnerofferten nutzen.

Dominik Peter print

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