HOME

Testflug zur Aschewolke: Flugsicherung: Bis Dienstag keine Störungen im Luftraum

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) sieht für den deutschen Luftraum in den nächsten beiden Tagen keine Probleme wegen einer neuen Aschewolke aus Island. Die Lufthansa und das Max-Planck-Institut wollen am Sonntag bei einem Messflug die aktuelle Vulkanasche-Konzentration im europäischen Luftraum messen.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) sieht für den deutschen Luftraum in den nächsten beiden Tagen keine Probleme wegen einer neuen Aschewolke aus Island. Eine DFS-Sprecherin sagte am späten Samstagabend, nach der vorherrschenden Wetterlage sei bis Dienstag mit keinerlei Einschränkungen im Flugverkehr zu rechnen.

Dagegen muss der internationale Londoner Flughafen Heathrow wegen der Aschewolke möglicherweise ab Sonntag wieder gesperrt werden. Wegen der Wetterlage sei damit zu rechnen, dass der Luftraum in Teilen des Landes bis Dienstag nicht genutzt werden könne, hatte das britische Verkehrsministerium am Samstag mitgeteilt.

Testflug zur Aschewolke am Sonntag

Die Deutsche Lufthansa und das Mainzer Max Planck Institut wollen am Sonntag bei einem Testflug die Vulkanasche- Konzentration über Europa messen. Das teilte die Fluggesellschaft in Frankfurt mit. Ein speziell ausgerüsteter Airbus A340-600 mit dem Klimaforschungscontainer CARIBIC an Bord soll um 9.00 Uhr vom Frankfurter Flughafen starten und danach mehrere Stunden Messdaten sammeln.

Durch einen Spezialeinlass am Bauch des Flugzeuges gelangen Luftpartikel in den Forschungscontainer, die dann in den Messsystemen ausgewertet werden. Aufgrund dieser Daten könnte über eine mögliche neue Luftraumsperre entschieden werden. Meteorologen hatten befürchtet, dass eine Luftströmung in der kommenden Woche erneut Vulkanasche aus Island nach Deutschland bringen könnte. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) vom Samstag droht bis Dienstag keine Einschränkung des Flugverkehrs über Deutschland.

Die Lufthansa hatte bereits am 20. April einen solchen Messflug durchgeführt. Mitte April waren weite Teile des Luftraums über Europa tagelang gesperrt worden. Zehntausende Flüge fielen wegen der nach Europa gewehten Aschewolke des isländischen Gletschervulkans aus.

DPA/Reuters / DPA / Reuters

Wissenscommunity