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Blitz-Comeback: Schumi im Kart - Mika im Silberpfeil

Die Ernennung zum Ehrenbürger blieb ihm versagt. Dennoch kehrt Schumi am Wochenende nach Kerpen zurück - für ein 24-Stunden-Rennen. Ein anderer pensionierter Ex-Weltmeister steigt dagegen tatsächlich wieder in einen Formel-1-Boliden.

Der siebenfache Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher wird am Samstag für zwei Tage in seine alte Heimatstadt Kerpen zurückkehren. Knapp sieben Wochen nach dem Ende seiner aktiven Formel-1-Karriere will der 37-Jährige am Wochenende bei einem 24- Stunden-Rennen auf der eigenen Kartbahn teilnehmen. Fernsehsender aus der ganzen Welt werden bei dem ersten Auftritt des Rekordchampions nach seinem letzten Grand Prix in Brasilien erwartet. Es herrsche noch immer ein "unglaubliches Medieninteresse", sagte Kartbahn-Geschäftsführer Joachim Reuter.

Bei der privaten Veranstaltung wird Schumacher eines der 18 Teams mit insgesamt 280 Fahrern anführen, die sich von Samstag (16.00 Uhr) an in identischen Wagen messen werden. Mit vier Jahren hat der zuletzt für Ferrari fahrende Schumacher das erste Mal einen Kart um die Kurven gelenkt. Zu den Startern sollen auch die DTM-Piloten Timo Scheider (Audi A4 Team Rosberg) und Pierre Kaffer (Audi Sport Team Phoenix) gehören. Ebenfalls um den Sieg kämpfen will Ferrari-Testfahrer Luca Badoer.

"Schön, wieder im F-1-Auto zu sitzen"

Ex-Weltmeister Mika Häkkinen zieht dagegen weiterhin echte Rennboliden vor. Am Donnerstag will der Finne erstmals seit seinem Formel-1-Rücktritt wieder einen Silberpfeil fahren. Der 20fache Grand-Prix-Gewinner will am Donnerstag in Barcelona für McLaren-Mercedes testen. "Ich hoffe, ich kann dem Team bei den Vorbereitungen für 2007 helfen", sagte Häkkinen. Die Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya sind Teil der Vorbereitung des britisch- schwäbischen Rennstalls auf die Saison 2007. "Es wäre allerdings falsch, aus diesem Test den Schluss zu ziehen, Mika würde in die Formel 1 zurückkehren", sagte Mercedes-Motorsportdirektor Norbert Haug am Mittwoch.

"Seit meinem Rücktritt am Ende der Saison 2001 habe ich die Formel 1 weiter interessiert verfolgt. Als mich das Team zum Grand Prix von Brasilien nach São Paulo einlud, dachte ich, es wäre schön, wieder einmal selbst im Formel-1-Auto zu sitzen. Ich habe zunächst einige Zeit im Formel-1-Simulator des Teams verbracht, und jetzt freue ich mich auf den richtigen Test im MP4-21", sagte der 38 Jahre alte Finne, der in diesem Jahr in der DTM für Mercedes gefahren ist.

DPA/kbe

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