HOME

DAKAR-RALLYE: Platz drei: Die »Dakar-Queen« kommt in Fahrt

Vor dem einzigen Ruhetag der Rallye Dakar verbesserten sich die Vorjahressieger Jutta Kleinschmidt und ihr Beifahrer Andreas Schulz vom vierten auf den dritten Platz.

Vor dem einzigen Ruhetag der 24. Rallye Dakar verbesserten sich die deutschen Vorjahressieger Jutta Kleinschmidt und ihr Beifahrer Andreas Schulz vom vierten auf den dritten Platz. Auf der 8. Prüfung über sandige und steinige Wege in der mauretanischen Wüste von Zouerat nach Atar führte, setzte die »Dakar-Queen« in ihrem Mitsubishi Pajero mit der zweitschnellsten Zeit ihre diesjährige Bestmarke. Nach dem dritten Tagessieg führen ihre Teamkollegen Hiroshi Masuoka/Pascal Maimon weiter das Feld an. Der Rückstand von Kleinschmidt/Schulz wuchs von 21:04 auf 26:09 Minuten.

Noch nicht in Bestform

Im Augenblick fährt die 39 Jahre alte Diplom-Physikingenieurin ihrer letztjährigen Form noch hinterher. Im Gegensatz zu 2001 hat sie bei der aktuellen Auflage des Marathon-Klassikers bislang noch keinen Tagessieg einfahren können. Dem risikoreichen »Wüstenritt« von Masuoka zollten auch dessen Teamgefährten Kenjiro Shinozuka/Thierry Delli- Zotti Tribut. Der Rückstand der Zweitplatzierten zu Masuoka vergrößerte sich um 27 Sekunden auf 11:46 Minuten. Ihr Vorsprung zu Kleinschmidt/Schulz schmolz dagegen auf 14:13 Minuten.

»Teufelsritt«

»Auch heute lief alles bestens. Wir waren sehr schnell unterwegs. Das Tempo von Hiroshi Masuoka konnten wir aber nicht mitgehen. Er muss erneut wie der Teufel gefahren sein«, meinte die Kleinschmidt am Samstagnachmittag bei der Zielankunft im Biwak in Atar: »Am Ruhetag werden wir wieder Kräfte sammeln, und dann sehen wir weiter. Es liegen noch sieben harte Tage vor uns. Da kann noch einiges passieren.«

Die Pechvögel der 8. Etappe waren die bislang auf Rang 3 fahrenden Belgier Grègoire de Mevius/Alain Guehennec. Sie blieben mit ihrem Nissan Pick Up gleich zu Beginn liegen.

Spannung bei den Motorrädern

Der Chilene Carlo de Gavardo entwickelt sich in der Motorrad- Wertung immer mehr zum Helden der 24. Dakar. Er fuhr am Samstag mit seiner KTM vom dritten auf den zweiten Platz vor und rangierte nur noch 1:53 Minuten hinter dem Vorjahressieger und Markenkollegen Fabrizio Meoni. Neun Sekunden dahinter war sein spanischer KTM-Kollege Nani Roma. Seinen ersten Tageserfolg feierte der Finne Kari Tianen auf seiner Deutsche Post-KTM, dennoch blieb er nach seinem Pech auf der 7. Etappe weiter Neunter der Gesamtwertung. Wieder auf dem Sprung nach vorn ist Andrea Mayer (Kaufbeuren). Die 34 Jahre alte Journalistin verbesserte sich auf ihrer privaten KTM um fünf Plätze auf den 19. Gesamtrang (Rückstand: 3:19:28 Stunden) in der Motorrad-Disziplin.

Am Sonntag ist der von fast allen Teilnehmern herbeigesehnte Ruhetag im Biwak von Atar. Der sportliche Teil wird am Montag mit einer 404 km langen Wüstenschleife um Atar und der 9. Prüfung über 366 km fortgesetzt.

Von Manfred Schmitz (dpa)

Wissenscommunity