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Rallye Dakar: Volkswagen beherrscht die Wüste

Dreifach-Führung für Volkswagen: Der Spanier Carlos Sainz führt nach der vierten Etappe ein VW-Trio an der Spitze der Wüsten-Rallye Dakar an. Jutta Kleinschmidt kämpfte sich auf Platz drei vor.

Volkswagen hat auf der vierten Etappe der Wüsten-Rallye Dakar seinen bislang größten Tageserfolg bei dem Marathon-Klassiker erzielt. Nach der 386 Kilometer langen Prüfung in Marokko setzten sich die Wolfsburger am Dienstag gleich mit drei Race-Touareg an die Spitze der Gesamtwertung. Mit seinem bereits dritten Tageserfolg eroberte der spanische Dakar-Neuling Carlos Sainz die Führung zurück und fuhr mit seinem Münchner Beifahrer Andreas Schulz einen klaren Vorsprung von 4:51 Minuten auf seinen französischen Teamkollegen Bruno Saby heraus.

Die Vorjahresdritte Jutta Kleinschmidt verbesserte sich erneut um zwei Plätze und komplettierte mit dem dritten Rang (Rückstand: 5:09 Minuten) den Wolfsburger Dreifach-Erfolg. VW brachte zudem in dem Gesamtfünften Giniel de Villiers (Südafrika) und dem Dakar-Debütanten Mark Miller aus den USA mit Co-Pilot Dirk von Zitzewitz (Karlshof) auf Rang acht zwei weitere Touaregs unter die besten Acht. "Wir haben heute durch einen Reifenschaden etwas Zeit verloren, sonst hätten wir ein besseres Ergebnis erreicht", berichtete Jutta Kleinschmidt, die 2001 als erste Frau die Rallye Dakar gewonnen hatte. "Im mittleren Sektor mit den ersten Dünen war die Navigation sehr schwierig. Aber Fabrizia Pons machte mal wieder einen tollen Job und navigierte uns problemlos durch."

Trotz einiger Hindernisse fuhr der deutsche Rekord-Rallyemeister Matthias Kahle (Köln) im privaten heckgetriebenen Honda-Buggy um einen Platz auf den 19. Rang (Rückstand: 1:26:37 Stunden) vor. "Wir haben heute einige Minuten verloren, weil vor uns ein Motorradfahrer gestürzt war und wir uns deswegen festgefahren hatten. Erst als wir den marokkanischen Zuschauern 50 Euro zahlten, halfen sie uns", sagte Kahle. "Etwas später hielt uns noch ein Lastkraftwagen auf. Sonst sind wir aber auf den schnellen Passagen durch die Wadis gut durchgekommen."

Mitsubishi verlor Zeit

Seriensieger Mitsubishi, am Montag mit zwei Pajero noch vorne, büßten auf der sandigen und teils felsigen Piste von Er Rachidia nach Quarzazate Zeit ein. Der bisherige Spitzenreiter Joan-Nani Roma (Spanien) rutschte mit einem Rückstand von 10:24 Minuten auf den neunten Platz ab. Sein am Montag auf Rang zwei liegender japanischer Teamkollege Hiroshi Masuoka, Sieger von 2002 und 2003, fiel mit einem Rückstand von 27:07 Minuten sogar auf den 13. Platz zurück. Bester Mitsubishi-Fahrer ist der französische Vorjahreszweite Luc Alphand auf Platz vier (Rückstand: 6:39 Minuten). Sein Landsmann Stéphane Peterhansel, Sieger der beiden vergangenen Jahre, erreichte mit einem Rückstand von 18:24 Minuten nur den elften Rang.

Bei den Motorrad-Piloten hat erneut die Führung gewechselt. Neuer Spitzenreiter ist der spanische KTM-Pilot Marc Coma. Sein Landsmann und KTM-Partner Isidre Esteve Pujol kämpfte sich mit dem Tagessieg auf der 639 km langen Etappe vom neunten auf den zweiten Platz (Rückstand: 4:51 Minuten) vor. Der französische Vorjahressieger Cyril Despres (KTM) fiel mit einem Rückstand von 5:06 Minuten vom ersten auf den dritten Platz zurück. Die Rallye endet am 16. Januar in der senegalesischen Hauptstadt.

Toni Hoffmann/DPA

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