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DAKAR-RALLYE: Schlessers Träume im Sand verdampft

Für den zweifachen Dakar-Sieger Jean-Louis Schlesser ist die legendären Wüstenrallye vorzeitig beendet. Auf der sechsten Etappe fing sein Diesel-Prototyp Feuer.

Für den zweifachen Dakar-Sieger Jean-Louis Schlesser ist die 24. Auflage der legendären Wüstenrallye vorzeitig beendet. Auf der sechsten Etappe in der marokkanischen Wüste von Er Rachidia nach Quarzazate fing sein, an den Renault Kangoo angelehnter Diesel-Prototyp Feuer. Der zweifache Sportwagen-Weltmeister und sein französischer Beifahrer Henri Magné konnten den brennenden Buggy rechtzeitig verlassen. Von ihrem Fahrzeug blieb jedoch wenig mehr als ein dampfender Klumpen aus Plastik und Leichtmetall übrig.

Kleinschmidt ohne Probleme

Vorjahressiegerin Jutta Kleinschmidt dagegen verteidigte zusammen mit ihrem Münchner Beifahrer Andreas Schulz ihren vierten Platz. Sie markierte auf der fünften Prüfung in ihrem Mitsubishi Pajero die fünftbeste Zeit und verlor auf Tagessieger Stéphane Peterhansel (Nissan Pick up) 1:20 Minuten. Wie im Vorjahr haben die Teamkollegen von Kleinschmidt/Schulz, der Japaner Hiroshi Masuoka und der Franzose Pascal Maimon, in Marokko wieder die Führung übernommen. Sie verwiesen am Ende des sechsten Dakar-Tages ihre Stallgefährten Kenjiro Shinozuka/Thierry Delli-Zotti (Japan/Frankreich) um 2:04 Minuten auf den zweiten und die bisherigen Spitzenreiter Grègoire de Mevius/Alain Guehennec (Belgien/Nissan) um 3:47 Minuten auf den dritten Rang. Der Rückstand von Jutta Kleinschmidt wuchs nach der sechsten Etappe, die über Dünen und Schotterwege führte, auf 4:35 Minuten an.

»Es liegt viel vor uns«

»Wir wollten auf der ersten langen Prüfung nicht gleich alles riskieren. Das Ergebnis geht daher völlig in Ordnung«, erklärte die 39 Jahre Diplom-Physikingenieurin. »Es liegt viel vor uns. Jetzt kommen erst die richtigen Dakar-Prüfungen.«

Einen Führungswechsel gab es auch in der Motorrad-Wertung, die weiter von den österreichischen KTM-Maschinen dominiert wird. Der Spanier Nani Roma eroberte mit dem zweiten Etappenplatz hinter dem Tagessieger Jordi Arcarons die Spitze wieder zurück und lag 1:28 Minuten vor dem Finnen Kari Tianen auf der Deutsche Post-KTM.

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