Rallye Dakar Kleinschmidt fängt Feuer


Die deutsche Fahrerin Jutta Kleinschmidt konnte auf der ersten Wüstenetappe einige Plätze gut machen - obwohl ihr BMW Feuer fing. Trotzdem fährt sie weiter der übermächtigen Konkurrenz von VW hinterher.

Ex-VW-Pilotin Jutta Kleinschmidt blieb auch auf dem afrikanischen Kontinent das Pech treu. Zwei Tage nach dem Elektrikschaden auf der Auftaktetappe in Portugal stoppte am Montag nach 80 Kilometern ein Feuer an ihrem privat eingesetzten BMW X3. Die 44 Jahre alte Kölnerin und ihre schwedische Beifahrerin Tina Thörner konnten das Feuer selbst löschen. Die Dakar-Siegerin von 2001 verbesserte sich dennoch vom 35. auf den 23. Rang, hat aber bereits einen Rückstand von 1:00:30 Stunden auf den Führenden.

"Wir sind in ein verdecktes Loch gerutscht. Dabei hat sich unter unserem Auto Kamelgras entzündet", berichtete Kleinschmidt. "Zum Glück konnten wir das Feuer schnell löschen. Dennoch hat es eine Viertelstunde gedauert, bis wir uns befreit hatten", meinte sie. "Danach mussten wir langsamere Teilnehmer überholen und haben durch den dichten Staub kaum etwas gesehen."

VW dominiert weiter die Rallye

Volkswagen dominiert dagegen weiter Rallye-Klassiker. Auf der ersten Wüsten- Etappe der 29. Rallye Dakar konnte das Werksteam die Dreifach-Führung verteidigen. Die Spitzenposition übernahm am Montag nach 648 Kilometern von Nador nach Er Rachidia in Marokko der Spanier Carlos Sainz. Der zweifache Rallye-Weltmeister lag mit seinem VW Race Touareg 1:02 Minuten vor seinem südafrikanischen Teamkollegen und Tagessieger Giniel de Villiers. Der bisher führende Portugiese Carlos Sousa fiel mit seinem Münchner Beifahrer Andreas Schulz auf den dritten Platz zurück und liegt 4:26 Minuten zurück. Vorjahressieger Luc Alphand schob sich mit der viertbesten Tageszeit vom zwölften auf den achten Platz (Rückstand: 11:59 Minuten) vor.

Mit dem dritten Tagesplatz verbesserte sich der Franzose Stéphane Peterhansel, Sieger 2004 und 2005, als bester Pilot von Seriensieger Mitsubishi vom fünften auf den vierten Platz (Rückstand: 6:03 Minuten). Sein Landsmann und Teampartner, der Vorjahressieger Luc Alphand, schob sich mit der viertbesten Tageszeit vom zwölften auf den achten Rang (Rückstand: 11:59 Minuten) vor.

Vorzeitiges Ende für DTM-Pilotin Lohr

Für die einstige DTM-Pilotin Ellen Lohr war auch ihre dritte Dakar-Teilnahme vorzeitig beendet. Die Mönchengladbacherin, die 1992 als bisher einzige Frau ein DTM-Rennen gewonnen hatte, blieb am Sonntagabend kurz vor dem spanischen Etappenziel Malaga mit einem Getriebeschaden am Mercedes ML liegen. Als ihr Service endlich eintraf, war es wegen der Abfahrt der Veranstalter-Fähre nach Afrika für einen Getriebewechsel zu spät.

Bei den Motorrädern haben die KTM-Piloten auf der ersten Wüsten- Etappe die erwartete Wachablösung an der Spitze vollzogen. Neuer Führender ist der Spanier Isidre Esteve Pujol. Der spanische Vorjahressieger Marc Coma kämpfte sich mit seinem ersten Tagessieg vom achten auf den zweiten Platz (Rückstand: 26 Sekunden) vor. Das KTM-Spitzentrio komplettierte der Franzose David Casteu mit einem Rückstand von 1:03 Minuten.

Rodrigues fällt zurück

Der bisherige Spitzenreiter Helder Rodrigues (Portugal) büßte auf seiner Yamaha bei der ersten Afrika-Etappe 23:23 Minuten auf die Bestzeit von Coma ein und rutschte mit einem Rückstand von 13:37 Minuten auf den sechsten Rang ab. Der bisherige zweitplatzierte Portugiese Ruben Faria blieb mit einem Motorschaden an seiner Yamaha liegen.

Toni Hoffmann/DPA/tis DPA

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