Formel 1 Hamilton muss um WM-Punkte fürchten


Lewis Hamilton unter Druck: Der Internationale Automobilverband FIA hat ein Verfahren gegen den WM-Führenden wegen seines Bremsmanövers beim Großen Preis von Japan eingeleitet. Unterdessen ist das Amateur-Video, das die Aktion zeigt, auf Youtube.com wieder freigeschaltet worden.

Wie FIA-Sprecherin Alexandra Schieren am Freitag in Shanghai sagte, muss sich der Formel-1-Pilot des McLaren-Mercedes-Teams bei einer Anhörung am frühen Abend vor einem dreiköpfigen Gremium verantworten. Es geht um einen möglichen Verstoß gegen Artikel 40.10 des Regelwerks. Auch die Fahrer Mark Webber (Red Bull) und Sebastian Vettel (Toro Rosso) sollen gehört werden.

Das möglicherweise belastende Video von Lewis Hamiltons umstrittenen Bremsmanöver beim Großen Preis von Japan ist wieder freigegeben. Nachdem Formula One Management laut "YouTube" das 19-sekündige Werk eines Formel-1-Fans auf der Homepage des Internetanbieters mit dem Verweis auf Urheberrechte am Donnerstag sperren ließ, sind die bewegten Bilder wieder verfügbar.

Vettel wurde mit Zurückversetzung bestraft

Das Video, das von einem Zuschauer aufgenommen wurde, zeigt, wie Hamilton in Fuji während der zweiten Safety-Car-Phase das Tempo drastisch verlangsamte und nach rechts ausscherte, Daraufhin kollidierten die hinter ihm fahrenden Mark Webber und Sebastian Vettel. Für Beide war das Rennen vorbei. Hamilton gewann souverän und der Heppenheimer Vettel wurde wegen des Auffahrunfalls für den Großen Preis von China am kommenden Sonntag mit der Zurückversetzung in der Startaufstellung um zehn Plätze bestraft.

Mark Webber fand nach dem Rennen deutliche Worte für die Aktion von Hamilton: "Lewis hat einen Scheißjob gemacht. Sebastian ist ganz klar deshalb in mich reingefahren, weil Lewis nicht das gemacht hat, was er tun sollte". Hamilton droht nun eine Zurücksetzung in der Startreihe in Shanghai oder sogar die Aberkennung des Sieges auf dem Fuji-Speedway. Dann wären sein Erzrivale Fernando Alonso und sogar Kimi Räikkönen wieder beim Kampf um die Weltmeisterschaft dabei. Hamilton führt die Fahrer-Wertung zur Zeit mit 12 Punkten Vorsprung vor Alonso und mit 17 Punkten vor Räikkönen an.

Räikkönen dominiert das freie Training

Unterdessen hat Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen das freie Training zum Großen Preis von China dominiert. Der Finne erzielte in beiden Sessions Bestzeit. Am Morgen war er bereits Schnellster auf dem 5,451-Kilometer-Kurs in Shanghai, am Nachmittag benötigte er 1:36,607 Minuten. Um lediglich sechs Tausendstelsekunden verwies Räikkönen zwei Tage vor dem vorletzten Saisonlauf an diesem Sonntag (8.00 Uhr/RTL und Premiere) Titelverteidiger Fernando Alonso aus Spanien im McLaren-Mercedes auf den zweiten Rang.

WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton wurde wie in der ersten Session im zweiten Silberpfeil Vierter hinter dem Ferrari-Piloten Felipe Massa. Als Siebter sorgte Toyota-Fahrer Ralf Schumacher aus Kerpen beim Nachmittagstraining für die beste deutsche Platzierung. Neunter wurde Nico Rosberg aus Wiesbaden im Williams. Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld, der erneut Probleme an seinem BMW-Sauber hatte, kam auf Platz 15, Adrian Sutil aus Gräfelfing im Spyker wurde 19., Sebastian Vettel aus Heppenheim im Toro Rosso furh auf Platz 21.

DPA/tis DPA

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