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Formel 1: Schumi fliegt ab

So früh wie noch nie hat Michael Schumacher die neue Formel-1-Saison in Angriff genommen. Allerdings mit wenig Erfolg. Bei seinen ersten Tests in Jerez landete er im Kies.

Mit einem kleinen Ausrutscher in die Auslaufzone hat Michael Schumacher am Donnerstag seine ersten Testfahrten nach Saisonende im südspanischen Jerez begonnen. Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister aus Kerpen kam am Vormittag mit seinem Ferrari auf der nach leichtem Regen nassen und kalten Piste kurz vom Kurs. Danach spulte Schumacher ein Standardprogramm mit dem neuen Achtzylinder-Motor ab, der von 2006 an Pflicht ist.

Trotz dieses kleineren Vorfalls hatte der Wahlschweizer also genug Zeit, sich einen Eindruck vom Entwicklungsstand des V8-Triebwerks zu verschaffen. Obschon das neue Aggregat spürbar weniger Leistung habe, sei der erste Eindruck weniger verheerend als zuvor angenommen. "Ich fühle schon weit weniger Leistung, aber der Eindruck ist gut", wird er von 'autosport.com' zitiert. "Es ist interessant und der Sound ist völlig anders." Dabei ahnte der 36-Jährige zu Testbeginn bereits Schlimmes.

"Es gibt keinen Grund, sich auszuruhen"

"Auf der ersten Runde war ich geschockt, dann aber bemerkte ich, dass ich den Motor gar nicht voll genutzt hatte", so Schumacher. "Ich spüre den Leistungsunterschied schon, aber ich hatte, ehrlich gesagt, Schlimmeres erwartet. Was den Spaß am Fahren angeht, gibt es keine Einschränkung."

So früh wie in diesem Jahr war Schumacher seit 1998 nicht mehr ins Cockpit zurückgekehrt. "Nach einer Saison wie dieser hatte ich nicht das Gefühl, einen langen Urlaub machen zu wollen. Ich habe den Willen, wieder zu arbeiten und andere zu motivieren. Es gibt keinen Grund, sich auszuruhen", begründete der 36 Jahre alte Rheinländer die für seine Verhältnisse kurze Pause nach dem Saisonfinale 2005 Mitte Oktober in Shanghai.

Nach fünf Titelgewinnen in Folge hatte Schumacher die WM abgeschlagen als Dritter beendet. Der spanische Renault-Pilot Fernando Alonso wurde mit deutlichem Vorsprung erstmals Weltmeister vor dem Finnen Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes. Am Freitag testet Schumacher erneut.

DPA / DPA

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