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Formel 1: Schumi II steigt bei Toyota ins Cockpit

Es galt schon lange Zeit als ein offenes Geheimnis im Formel-1-Zirkus, nun ist es amtlich: Ralf Schumacher wird ab der kommenden Saison für den japanischen Rennstall Toyota ins Cockpit steigen.

Ralf Schumacher wird nach fünf Jahren Williams-BMW verlassen und in der nächsten Formel-1-Saison für Toyota Vollgas geben. Der nach seinem schweren Unfall in Indianapolis zur Zeit pausierende Rennfahrer unterzeichnete bei dem in Köln beheimateten japanischen Rennstall wie erwartet einen millionenschweren Dreijahresvertrag. "Wir freuen uns, dass Ralf in der nächsten Saison für uns fährt", gab Toyota-Teamchef Tsutomu Tomita am Mittwoch die schon lange feststehende Verpflichtung des 29- Jährigen bekannt.

50 Millionen Euro für drei Jahre

Ausschlaggebend für den Wechsel soll eine saftige Gehaltskürzung in Höhe von zwölf Millionen Euro gewesen sein. Williams wollte Ralf Schumacher, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, künftig nur noch rund sieben Millionen Euro Jahresgage zahlen, hatte dafür aber die Prämien erhöht. Bei Toyota soll der Deutsche in den nächsten drei Jahren insgesamt 50 Millionen Euro verdienen. "Details des Vertrages werden wir nicht verraten, aber wir haben einen vernünftigen Handel abgeschlossen. Der Betrag, der in den Medien genannt wird, ist total überzogen", sagte Tomita.

Williams-BMW noch ohne Fahrer

Nach dem Wechsel Schumachers hat Williams-BMW für die neue Saison noch keinen Piloten unter Vertrag. Ralf Schumachers Teamkollege Juan Pablo Montoya fährt im nächsten Jahr an der Seite von Vize-Weltmeister Kimi Räikkönen aus Finnland für McLaren-Mercedes. Kandidaten auf das Cockpit beim deutsch-britischen Rennstall sind der Australier Mark Webber und der kanadische Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve. Bei Toyota sitzen in diesem Jahr der Franzose Olivier Panis und der Brasilianer Cristiano da Matta am Steuer. "Wir haben noch nicht entschieden, wer Ralfs Partner im Jahr 2005 sein wird", sagte Tomita.

Schumacher vielleicht in Budapest schon wieder dabei

Nach seinem schweren Rennunfall beim Großen Preis der USA in Indianapolis laboriert Schumacher weiter an den diagnostizierten Brüchen zweier Brustwirbel. "Ich bin ja hart im Nehmen, aber die Schmerzen sind extrem", sagte Schumacher, der bereits sein Comeback plant. "Laut Auskunft der Ärzte könnte ich, wenn es keinen Rückschlag gibt, am 15. August in Budapest an den Start gehen."

Von Volker Gundrum / DPA

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