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Formel 1: Webber und Vettel stehen in Silverstone in der ersten Reihe

McLaren hätte beim Heim-GP in Silverstone gerne angegriffen, aber gegen Red Bull war trotz Regelbremse kein Kraut gewachsen. Doch auch Ferrari ist deutlich vorbeigezogen und so ist Lewis Hamilton mit Startplatz zehn der große Verlierer. Die Pole Position sicherte sich diesmal Mark Webber vor Sebastian Vettel.

McLaren hätte beim Heim-GP in Silverstone gerne angegriffen, aber gegen Red Bull war trotz Regelbremse kein Kraut gewachsen. Doch auch Ferrari ist deutlich vorbeigezogen und so ist Lewis Hamilton mit Startplatz zehn der große Verlierer. Die Pole Position sicherte sich diesmal Mark Webber vor Sebastian Vettel.

Direkt hinter Webber und Vettel, die trotz des Zwischengas-Verbots nicht zu schlagen waren, stehen mit Fernando Alonso und Felipe Massa die beiden Roten. Das Interessante daran ist aber die Zeit, denn mit 1:30.516 lag Alonso nur denkbar knapp hinter Vettel (1:30.431) und dem Pole-Mann (1:30.399). Die Scuderia hat den Rückstand weiter verkürzen können und so verspricht das Rennen eine Menge Spannung.

Erst zum zweiten Mal in dieser Saison schnappte Vorjahressieger Webber seinem Teamkollegen Vettel die Pole Position weg. "Das war heute sehr schwierig mit sich ständig ändernden Bedingungen. Alles in allem ist es ein sehr gutes Resultat für uns", sagte Vettel. Nur 0,032 Sekunden fehlten dem Deutschen, der 2009 in Silverstone gewonnen hatte, auf seinen Stallrivalen. "Beide Fahrer haben eine super Performance abgeliefert. Es war ein fantastischer Auftakt von Mark, er hat das sehr gut gemacht. Das wird ein hartes Rennen, vor allem wenn es Schauer gibt", befand Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

McLaren fährt hinteher

Ob die beiden McLaren dann auch ganz vorne angreifen können, ist zweifelhaft. Jenson Button rettete sich mit einer 1:31.898 auf Platz fünf. Hinter den Kulissen hatte ein erbitterter Streit der Teams um das System getobt, das den Rennwagen beim Abbremsen zusätzliche Stabilität verliehen hatte, in Silverstone aber eigentlich komplett verboten sein sollte. Ein Protest von Red Bull hatte am Freitag zur Zulassung einer abgespeckten Version des technischen Hilfsmittels, aber auch massiven Protest von McLaren geführt. Am Samstag ruderte die FIA kurz vor dem letzten freien Training wieder zurück.

Anstatt Red Bull, dass das System nach eigenen Angaben zur Perfektion entwickelt haben soll, war jedoch der bisher schärfste Konkurrent McLaren der Leidtragende. Button und Hamilton enttäuschten die englischen Fans. "Wir haben enorm viel an Geschwindigkeit verloren. Wir sind einfach zu langsam, haben keine Balance im Auto. Es ist schwer zu verstehen", klagte Button.

Mittlerweile hat die FIA die Verantwortung im Regelchaos an die Teams abgegeben. Die FIA sei bereit, eine einhellige Vereinbarung der Rennställe bis zum Ende der Saison zu übernehmen. Mercedes-Teamchef Ross Brawn gibt einer teamübergreifenden Einigkeit in der strittigen Frage indes kaum Chancen. "Ich hoffe, dass wir das Problem endgültig lösen können, aber es wird schwierig. Dafür ist es zu komplex", sagte Brawn. Für das Rennen ist das System komplett verboten. Wie es indes weitergeht, ist offen, falls sich die Teams am Rande des Rennens nicht einigen können. Schon für das Rennen am Nürburgring in zwei Wochen könnte sich die Situation erneut ändern.

Schumacher enttäuscht

Der zweite Abschnitt war davon geprägt, dass die zuvor nasse Strecke abtrocknete und die Fahrer mit den wechselnden Bedingungen zu kämpfen hatten. In den letzten Minuten war deshalb viel Verkehr auf der Strecke und die Zeiten purzelten im Sekundentakt. Leidtragender war Michael Schumacher, der seine letzte Runde nicht wie gewünscht zu Ende bringen konnte und als 13. in das Rennen gehen wird. "Im Trockenen sind wir einfach zu langsam. Es wäre gut, wenn der Regen zum richtigen Zeitpunkt käme, um uns nach vorn zu spülen", sagte Schumacher. Auch Teamkollege Nico Rosberg war mit Rang neun nicht zufrieden, zumal er sich Paul di Resta (Force India), Pastor Maldonado (Williams) und Kamui Kobayashi (Sauber) einreihen musste.

Wie Schumacher aus den Top Ten fielen Adrian Sutil, der in letzter Sekunde von Jenson Button auf Rang elf verdrängt wurde, und Nick Heidfeld im Renault. Beide verloren auch ihre Duelle gegen die Teamkollegen, wobei Platz sechs für di Resta die Überraschung des Tages war.

Toro Rosso verzockt sich

Besagter Regen kam sechs Minuten vor Ende des ersten Abschnitts und machte die Rechnung von Toro Rosso zunichte. Sébastian Buemi und Jaime Alguersuari starteten auf harten Reifen und wollten gegen Ende mit der weichen Mischung in die zweite Session kommen, doch bei nassen Bedingungen war das unmöglich und so schieden beide aus. Der Profiteur hieß Heikki Kovalainen, der in seinem Lotus das seltene Glück hatte, auch im zweiten Abschnitt dabei zu sein.

Das wäre vielleicht auch für sportal.de-Kolumnis Timo Glock möglich gewesen, der nach anfänglichen Problemen mit der Performance im Qualifying zufrieden war. Aber auch Glock wurde auf den weichen Reifen vom Regen gestoppt und musste zum neunten Mal nach der ersten Session die Segel streichen. Immerhin ließ er als 20. mit Trulli den zweiten Lotus und auch seinen Teamkollegen D'Ambrosio hinter sich.

sportal / sportal

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