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Formel1: Gutes Omen? Ralf Schumachers Siegespokal ging zu Bruch

Die Schumachers kämpfen zum Auftakt von Testläufen in Spanien mit unterschiedlichen Problemen: Michael landete im Kiesbett, Ralf ging sein Siegespokal zu Bruch.

Michael Schumacher hat seinen Ferrari zum Auftakt der Testfahrten in Mugello durch einen Ausrutscher ins Kiesbett und die Reifenstapel beschädigt. Er hatte "einen kleinen Ausflug von der Strecke", berichtete der fünfmalige Formel-1- Weltmeister am Donnerstag. Die Reparatur-Arbeiten am Heck kosteten Zeit. Schumacher setzt die Testarbeit am Freitag und Samstag fort. Der Ferrari-Pilot nutzte die Zwangspause, um kurzfristig umzusteigen. Der Weltmeister testete den 156 GTA Alfa Romeo, den sonst der Italiener Gabriele Tarquini fährt. "Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Alfa mir die Gelegenheit gegeben hat, dieses Auto zu testen", so Schumacher.

Pokal von Ralf ging in die Brüche

BMW-Williams-Pilot Ralf Schumacher hatte an seinem Siegerpokal vom Großen Preis von Frankreich nicht lange Freude. Die Trophäe, die der Kerpener am vergangenen Sonntag in Magny-Cours für seinen zweiten Erfolg binnen einer Woche erhalten hatte, ist zerbrochen. "Die Glas- Trophäe hat den Rückflug leider nicht unbeschadet überstanden. Vielleicht krieg’ ich ja Ersatz. Allerdings sollen Scherben ja auch Glück bringen, oder?", meinte er.

Der kleine Schumacher bei Testfahrt wieder vorn

Sportlich hingegen läuft für Ralf Schumacher nach den beiden Grand-Prix-Erfolgen weiterhin alles nach Plan. Der 28-Jährige war am Mittwoch bei den Testfahrten in Barcelona der Schnellste. Er erzielte vor seinem Testfahrer-Kollegen Marc Gene und dem Ferrari-Piloten Rubens Barrichello die Bestzeit. Trotz ständig wechselnder Wetterbedingungen habe das Team das Programm fast komplett durchgebracht, äußerte sich Schumacher zufrieden mit den Arbeiten. Vor allem Reifentests seien auf dem Programm gestanden. "Die Zeit ist dabei nicht ganz so wichtig, trotzdem war ich ganz vorne mit dabei."

McLaren-Mercedes holt BMW-Ingenieur ins Team

Unterdessen hat die Konkurrenz einen Top-Ingenieur aus Ralf Schumachers Motoren-Team verpflichtet. BMW bestätigte am Donnerstag den Weggang des Motoren-Spezialisten Mike Wilson zu McLaren-Mercedes. Dies ist der dritte Wechsel eines BMW-Topingenieurs zu den «Silbernen» innerhalb eines Jahres. "Die genannten Fälle und weitere vergebliche Versuche zeigen, dass die BMW-Technologie bei der Konkurrenz heiß begehrt ist. Wir haben alle drei Positionen aus dem eigenen Haus besetzt", sagte BMW-Motorsportchef Mario Theissen der «Bild»-Zeitung.

Ralf Schumacher vermutete nach den Testfahrten bei der Konkurrenz noch Probleme. "Es würde mich doch sehr überraschen, wenn der neue Silberpfeil in Silverstone eingesetzt werden würde." McLaren-Mercedes will nach den mehrtägigen Tests in Barcelona entscheiden, ob das neue MP4-18-Auto beim bevorstehenden Großen Preis von Großbritannien am 20. Juli sein Renndebüt geben wird.

DPA

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