SCHUMACHER Im »Oldtimer« Schnellster


Michael Schumacher freute über seine souveräne Bestzeit im Vorjahres-Ferrari beim Freien Training zum Großen Preis von Australien. Er benötigte auf dem 5,303 km langen Albert Park-Circuit 1:27,276 Sekunden.

Mit seinem »Oldtimer« hat Michael Schumacher die Konkurrenz beim Saisonauftakt alt aussehen lassen. »Die alte Dame ist noch sehr rüstig und flott unterwegs. Der Zeitunterschied ist überraschend groß, was mich wundert«, freute sich der viermalige Formel-1-Weltmeister am Freitag über seine souveräne Bestzeit im Vorjahres-Ferrari F2001 beim Freien Training zum Großen Preis von Australien. Der Rheinländer relativierte seinen Riesenvorsprung gegenüber Williams-BMW und McLaren-Mercedes aber: »Vielleicht waren die Top-Teams mit unterschiedlich viel Benzin unterwegs.«

Barrichello zweiter

Über eineinhalb Sekunden knüpfte der 32 Jahre alte Kerpener seinem drittplatzierten Bruder bei windigen und häufig wechselnden Bedingungen auf dem Stadtkurs in Melbourne ab. »Ferrari ist noch Welten von uns entfernt«, klagte Ralf Schumacher, »ich hoffe, dass wir im Lauf des Wochenendes noch aufschließen können.« Die Sorge des Williams-BMW-Piloten vor dem Grand-Prix-Auftakt am Sonntag scheint berechtigt, denn Rubens Barrichello (Brasilien) war als Zweiter im zweiten Ferrari auch 1,022 Sekunden schneller.

Schon zwei Siege in MelbourneProbleme in Silber

»Wegen eines Problems am linken Hinterrad haben wir die Hälfte des zweiten Durchgangs verloren. Leider konnte ich keine schnelle Runde mit neuen Reifen fahren«, klagte Coulthard. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug teilte mit, dass an dessen MP 4-17 »eine Felge defekt« war. Mit Kimi Räikkönens Abschneiden beim Debüt im Silberpfeil war er zufrieden. »Kimi war im Renntrimm unterwegs. Seine Zeiten sind okay«, lobte Haug den jungen Finnen nach Platz 7.

Glänzend aus den Startlöchern kam auch Sauber-Petronas-Pilot Nick Heidfeld als Fünfter. »Auch wenn der Freitag nichts zählt, bin ich natürlich sehr zufrieden«, sagte der Mönchengladbacher. Die Strafe von 1 250 US-Dollar wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse konnte Heidfeld so leichter verschmerzen. Sein brasilianischer Teamkollege Felipe Massa machte als Achter und damit bester der vier Neulinge das Glück beim Schweizer Team perfekt.

Frentzen auf Platz 19

Für Heinz-Harald Frentzen lief seine Premiere im Arrows-Cosworth wenig viel versprechend. Der 34 Jahre alte Rheinländer landete nur auf Rang 19. »Ich hatte ein kleines Problem am Auto, aber das bekommen wir in Griff«, gab er Entwarnung. Frentzen musste wegen des gleichen Vergehens wie Heidfeld 1 500 Dollar Buße berappen. Team- Neuling Toyota feierte mit dem sechsten Platz durch Mika Salo einen glänzenden Einstand. »Ich hätte nicht mehr viele Runden fahren können«, räumte der Finne ein, dass er mit wenig Sprit unterwegs war.

Von Elmar Dreher, dpa


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