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TOURENWAGEN: Aiello bleibt auf Erfolgsspur

Mit seinem dritten Sieg im vierten Rennen der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft gibt der Franzose Laurent Aiello klar den Ton in der Gesamtwertung an.

Mit einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg auf dem Sachsenring ist Laurent Aiello im Deutschen Tourenwagen- Master eindrucksvoll in der Erfolgsspur geblieben. »Ich hoffe, dass bleibt so. Es war wichtig, beim Start vorn zu bleiben und mein Rennen zu fahren«, sagte der Franzose. Zwei Wochen nach seiner »Nullnummer« im Donington-Park trumpfte der Abt-Audi-Pilot vor 59.000 Zuschauern auf der Rennstrecke in Hohenstein-Ernstthal in unnachahmlicher Manier auf. Der 33-Jährige gewann am Sonntag nicht nur das Hauptrennen vor Titelverteidiger Bernd Schneider (St. Ingbert) im Mercedes und dem Schweizer Alain Menu im Opel Astra, bereits im Qualifikationsrennen hatte er seine Rivalen Menu und Schneider in umgekehrter Reihenfolge klar auf Distanz gehalten.

Alesi nach Unfall ausgeschieden

Mit seinem dritten Sieg im vierten Rennen führt Aiello vor den letzten sechs Rennen die Fahrerwertung souverän an. Der Franzose hat bereits 38 Zähler auf seinem Konto. Zweiter in der Gesamtwertung ist der frühere Formel-1-Fahrer Jean Alesi, der auf dem Sachsenring nach einem Unfall ausgeschieden war. Der Mercedes-Pilot aus Frankreich hat deshalb bereits 21 Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter. Dritter ist Aiellos Teamkollege Mattias Ekström aus Schweden (16). Als bester Deutscher rangiert nun der dreimalige DTM-Gesamtsieger Schneider mit 14 Punkten auf Rang 4. Das nächste DTM-Rennen findet am 30. Juni auf dem Norisring statt.

Drehte einsam seine Runden

Schon im Qualifikationsrennen über neun Runden nutzte Aiello die Pole-Position und kam zu einem souveränen Erfolg. Für die 33,336 km benötigte er 12:17,211 Minuten und hatte nach der »Sprintetappe« einen Vorsprung von 3,051 Sekunden vor dem Schweizer Menu. Auch im Hauptrennen zog Aiello mit dem besten Start im Feld von der Pole-Position auf und davon. Nach seinem Pflicht-Boxenstopp übernahm der Franzose wieder die Spitze und drehte einsam seine Runden. Für die 103,712 km benötigte Aiello 38:55,520 Minuten, lag 1,499 Sekunden vor Schneider und 19,841 vor Menu.

Mercedes: ausgeklügelte Boxenstopp-Strategie

Im Verfolgerfeld kämpfte sich Schneider im Mercedes dank einer ausgeklügelten Boxenstopp-Strategie an Menu vorbei auf Platz 2 und schaffte über die 28 Runden sein bestes Saisonergebnis. Sein Teamkollege Bernd Mayländer (Schorndorf) blieb vor dem Stopp an der Box lange Zeit auf der Strecke und hielt ihm so den Rücken frei.

Unfreiwillige Schützenhilfe

Abt-Audi-Pilot Martin Tomczyk leistete seinem Teamkollegen Aiello in der 12. Runde des Rennens bei der Ausfahrt aus der Boxengasse unfreiwillig Schützenhilfe und fuhr Alesi vor die Nase. Der Franzose, der vor zwei Wochen das Rennen in England gewonnen hatte, musste danach seinen Mercedes genau wie sein Unfallgegner den Audi abstellen.

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