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Analyse

Schwerer Rückschlag im WM-Kampf: Trotz Vettels grandioser Aufholjagd war es ein Horror-Wochenende für Ferrari

Der WM-Titel rückt für Sebastian Vettel in immer weitere Ferne. Der Ferrari-Pilot lieferte beim Großen Preis von Malaysia zwar eine großartige Aufholjagd, dennoch war es ein katastrophales Wochenende für die Roten. Der Titel ist wohl futsch.

Sebastian Vettel Pascal Wehrlein Ferrari

Am Endes seines Arbeitstages ist Sebastian Vettel auf die Hilfe von Pascal Wehrlein angewiesen, um zurück in die Boxengasse zu kommen

Schon nach drei Runden war Sebastian Vettel vom 19. auf den 11. Rang vorgeprescht. Am Ende stand für ihn sogar der vierte Platz zu Buche - der Ferrari-Pilot hat beim Großen Preis von Malaysia eine imposante Aufholjagd gezeigt. Vettel stellte erneut unter Beweis, was er für ein Ausnahme-Pilot ist, und dazu noch über das schnellste Auto neben dem Mercedes verfügt. Dennoch war das Rennwochenende im Glutofen von Sepang eine einzigartige Katastrophe für Ferrari und seinen Titelaspiranten. 

Dazu lieferte Vettel nach der Zieldurchfahrt das passende Bild. Er kollidierte in der Auslaufrunde mit dem Williams von Lance Stroll und musste sein geschrottetes Auto mitten auf der Strecke abstellen. Pascal Wehrlein zeigte sich gnädig und transportierte Vettel auf dem Seitenkasten seines Autos zurück in die Boxengasse.

In zwei Rennen verspielt Ferrari den Titel

In nur zwei Rennen haben Ferrari und Vettel mit großer Wahrscheinlichkeit den Kampf um den WM-Titel gegen Lewis Hamilton und Mercedes verloren, obwohl sie in diesem Jahr das erste mal seit ewigen Zeiten wieder konkurrenzfähig waren. In Singapur crashten Vettel und Teamkollege Kimi Räikkönen nach dem Start mit Max Verstappen - beide fielen aus. Hamilton gewann das nächtliche Stadtrennen und baute seinen Vorsprung in der Fahrerwertung auf 28 Punkte aus. Das war der erste herbe Rückschlag für Ferrari und punktemäßig sogar der entscheidende.

Sebastian Vettel fährt per Anhalter in die Boxengasse, weil sein Ferrari nur noch drei Räder hat

Pascal Wehrlein gabelt Sebastian Vettel in der Auslaufrunde nach dem Rennen mitten auf der Piste auf, der Ferrari hat nur noch drei Räder


In Malaysia wollte Vettel wieder angreifen, im Training waren die Roten dominant. Doch dann passierte das nächste Malheur. Vettels Motor machte im dritten Training schlapp. In nur zwei Stunden tauschten die Mechaniker mit Schweißperlen auf dem Gesicht die Antriebseinheit aus, doch kaum war Vettel damit auf der Strecke, streikte auch der neue Motor. Vettel setzte in Q1 keine Zeit und musste vom letzten Startplatz aus ins Renne gehen.

Sebastian Vettel bleibt nur Schadensbegrenzung

Doch damit nicht genug. Kimi Raikkönen, der sich den zweiten Startplatz gesichert hatte, konnte nicht zum Rennen antreten, auch sein Motor versagte den Dienst. Der vierte Platz durch Vettel mag eine beeindruckende Leistung sein, aber am Ende wird er nichts nützen: "Es war Schadensbegrenzung, ich hatte gehofft, dass hier und da noch was passiert. Es kam aber nichts mehr", sagte Vettel.


Bei Mercedes blicken sie derweil glücklich und erstaunt auf den Rivalen. Dass es ihnen der Konkurrent so leicht im Titelkampf machen würde, hat niemand erwartet. Teamchef Toto Wolff zeigte sich in seinem Kommentar zum Rennen zwar sehr höflich und selbstkritisch: "Ich sehe nichts Positives heute. Natürlich kann man es punktuell betrachten und sagen, wir haben in der Meisterschaft aufgeholt. Aber wir haben durch das Unglück von Kimi und Sebastian aufgeholt."

Aber das ist selbstverständlich nur die halbe Wahrheit. Tatsache ist auch, dass Hamilton seit der Sommerpause in Topform ist, drei Rennen gewann er in Folge. In Malaysia wurde er Zweiter, weil er sich beim Überholmanöver durch Max Verstappen nicht besonders hart wehrte, wohl wissend, dass alle Vorteile bei ihm liegen und er kein Risiko einging. Jetzt führt der Brite mit 34 Punkten Vorsprung in der WM-Wertung vor Vettel. Selbst nach einem Ausfall würde er in Führung bleiben. Es sind nur noch fünf Rennen zu absolvieren. Bei Ferrari in Maranello solten sie lieber schon für die nächste Saison planen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.