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"Football Leaks": Student in Ungarn festgenommen - ist er der Hacker hinter den "Football Leaks"?

Neues aus dem Fall "Football Leaks". In Ungarn ist ein 30-jähriger Portugiese festgenommen worden, dem eine enge Verbindung mit der Enthüllungsplattform vorgeworfen wird. Ist der Geschichtsstudent, der mit dem "Erasmus"-Programm nach Ungarn kam, der Kopf hinter den Enthüllungen?

Football Leaks - Symbolfoto

Ist der Hacker der "Football Leaks" etwa ein 30-jähriger Geschichtsstudent aus Portugal? In Ungarn hat es eine entsprechende Festnahme gegeben. Der junge Mann allerdings streitet alle Verbindungen zur Enthüllungsplattform ab (Symbolbild).

DPA

Ein mutmaßlicher Hacker von Fußball-Club-Websites ist in Ungarn dingfest gemacht worden. Der per Europäischem Haftbefehl gesuchte Portugiese sei am Mittwoch in Budapest festgenommen worden, teilte die portugiesische Polizei am späten Mittwochabend in Lissabon mit. Der Mann werde unter anderem der unzulässigen Aneignung und Verbreitung von Daten sowie der versuchten Erpressung" verdächtigt, sagte der Kripo-Sprecher.  

Der 30-Jährige solle in drei bis vier Wochen an Portugal ausgeliefert werden und könne zu einer Haftstrafe von bis zu zehn Jahren verurteilt werden. Noch sei es aber zu früh, den Mann eines konkreten Verbrechens zu bezichtigen, betonte der Sprecher. Nach Berichten portugiesischer Medien wird der Mann verdächtigt, der Macher von "Football Leaks" zu sein oder zumindest "enge Verbindungen" zur Enthüllungsplattform zu haben.

"Football Leaks": Ist der Hacker ein portugiesischer Geschichtsstudent?

Es handele sich um einen Geschichtsstudenten, der über ein Erasmus-Programm nach Budapest gekommen sei. Der in Portugal namentlich bekannte Verdächtige beteuerte in Interviews derweil, er habe nichts mit Football Leaks" zu tun und sei Opfer einer Diffamierungskampagne.

Bei den Ermittlungen der Behörden in Portugal geht es allerdings weniger um "Football Leaks" als um Infolecks, die über den TV-Kanal des FC Porto und in Blogs veröffentlicht wurden. Diese Infolecks führten zu Ermittlungen gegen den Rekordmeister Benfica Lissabon, der Schiedsrichter und Spiele gekauft haben soll.

Wegen der Infolecks erstattete Benfica Anzeige gegen den FC Porto. Die Plattform "Football Leaks" hatte mit ihren Enthüllungen seit 2015 für Aufsehen im Weltfußball gesorgt. Es gab unter anderem auch Berichte über Steuervergehen von Topstars der Branche. Auch Originaldokumente wurden online gestellt. 

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wlk / DPA

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