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1. Bundesliga Bundesligaspiel zwischen Köln und Mainz abgesagt


Die Partie zwischen Köln und Mainz wurde kurzfristig abgesagt. Schiedsrichter Babak Rafati sei nicht einsatzfähig und in der Kürze der Zeit hätte kein Ersatzteam einspringen können, erklärte Kölns Pressesprecher Tobias Schmidt.

Rund 40 Minuten vor Anpfiff ist die Partie zwischen dem 1. FC Köln und FSV Mainz 05 abgesagt worden. Der für die Partie angesetzte Schiedsrichter Babak Rafati aus Hannover sei nicht einsatzfähig, erklärte Tobias Schmidt, Pressesprecher des 1. FC Köln.

Die Kölner Polizei hat den Einsatz in einem Hotel bestätigt. Polizeisprecher Carsten Möllers wollte allerdings nicht sagen, dass er im Zusammenhang mit dem für das Spiel angesetzten Schiedsrichter Babak Rafati steht. "Es gab um 13.45 Uhr einen Einsatz im Hotel wegen einer verletzten Person. Mehr sagen wir dazu nicht", sagte Möllers. Nach dpa-Informationen soll Rafati einen Selbsttötungsversuch unternommen haben. Laut express.de hat die Polizeidirektion Hannover den Suizidversuch bestätigt.

Da in der Kürze der Zeit kein Ersatzteam habe einspringen können, wurde das Spiel abgesagt, so der 1. FC Köln. Sportdirektor Volker Finke wollte in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz nicht genau mitteilen, warum der 38-jährige Rafati nicht amtieren konnte und sprach von einem "Unfall". Finke erklärte, für weitere Informationen seien die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zuständig. 

Zwanziger nach Köln gereist 

DFB-Präsident Theo Zwanziger sagte seinen geplanten Besuch beim EM-Qualifikationsspiel der Frauen gegen Kasachstan in Wiesbaden ab, um sich in Köln persönlich ein Bild über die Hintergründe zu machen, teilte der DFB mit.

Rafati gehört nach Angaben des Verbandes seit 1997 zum DFB-Kader und hat seit dem 6. August 2005 bereits mehr als 100 Bundesligaspiele geleitet. Sein Debüt gab er bei einer Partie zwischen Köln und Mainz. Seit 2008 steht Rafati auch auf der Liste des Fußball-Weltverbandes FIFA und ist bei internationalen Begegnungen im Einsatz.

Der Trainer von Hannover 96, Mirko Slomka, zeigte sich vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg geschockt und sagte im TV-Sender Sky: "Ich bin nicht über Einzelheiten im Detail informiert. Das ist natürlich sehr bitter. Ich bin sehr geschockt, zumal Babak Rafati Hannoveraner ist und ich ihn sehr gut kenne. Wenn ein Spiel abgesagt wird, ist etwas Dramatisches vorgefallen."

Schalkes Trainer Huub Stevens sagte vor dem Anpfiff gegen den 1. FC Nürnberg, was er gehört habe, sei "unglaublich". Der Niederländer zeigte Verständnis für die Spielabsage: "Ich habe immer gesagt, die Gesundheit geht vor. Der Fußball ist Nebensache."

Kein schneller Nachholtermin 

Die Spieler von Werder Bremen wurden vor der Partie bei Borussia Mönchengladbach nicht über die Absage in Köln und die möglichen Hintergründe informiert, erklärte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs ebenfalls im Sender Sky.

Einen schnellen Nachholtermin wird es nach dem Spielausfall nicht geben. Finke sagte, die Partie gegen Mainz werde auf keinen Fall bereits an diesem Sonntag oder Dienstag nachgeholt.

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