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1. Bundesliga DFB sperrt Dortmunds Mario Götze für zwei Spiele


BVB-Trainer Jürgen Klopp und Mario Götze selbst beteuern weiterhin die Unschuld Götzes, trotzdem werden die Dortmunder nach der versuchten Tätlichkeit zwei Spiele ohne den Nationalspieler auskommen müssen.

Das Spitzenspiel zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund hat für drei Spieler Konsequenzen. Nach der umstrittenen Roten Karte für Mario Götze muss der Shootingstar zwei Spiele zuschauen, das gleiche Urteil erhielt Mannschaftskollege Sebastian Kehl nach dem Schubser gegen den Vierten Offiziellen. Für Michal Kadlec sieht die Sperre noch ein Spiel mehr vor.

Götze erhielt vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes zudem eine Geldstrafe von 10.000 Euro. Wie der DFB mitteilte, werteten die Sportrichter Götzes Aktion nach einem Zweikampf mit Hanno Balitsch als versuchte Tätlichkeit gegen den Gegner. Schiedsrichter Wolfgang Stark hatte Götze in der 77. Minute des Feldes verwiesen.

50 Mal gesehen, 50 Mal ist nichts passiert

Götze und der BVB haben dem Urteil bereits zugestimmt. Zuvor hatte sich der 19-Jährige allerdings vehement gegen die Vorwürfe gewehrt. "Das war keine Tätlichkeit von mir, das war absolut gar nichts", sagte Götze den Ruhr Nachrichten. Der Dortmunder sagte, er habe sich die Szene, die zum ersten Feldverweis in seiner Profikarriere führte, nach eigenen Angaben "noch 50 Mal angeschaut" und sie 50 Mal gleich bewertet.

Auch das von Referee Stark monierte Spucken auf Balitsch sah Götze anders. Balitsch sei in dieser Szene "mindestens zehn Meter" von ihm entfernt gewesen. "Ich kann nur versichern: Ich bin nicht der Typ, der eine Tätlichkeit begeht. Und anspucken würde ich ohnehin niemanden", sagte Götze. Im Eifer des Gefechts habe er auf den Boden gespuckt: "Das war's." Den Tätlichkeitsvorwurf wies er energisch zurück: "Es ist ein Unding, dass die Szene als Tätlichkeit gewertet wird."

Direkt nach dem Spiel hatte auch Klopp vehement Partei für seinen Mittelfeldspieler ergriffen. Der Schiedsrichter müsse in solchen Situationen auch die Persönlichkeit des Spielers bewerten, Götze sei gar nicht fähig, eine Tätlichkeit zu begehen.

Kehl ohne Einsatz gesperrt

Konsequenzen hatte die Partie auch für BVB-Routinier Sebastian Kehl und Leverkusens Michal Kadlec. Der nicht einmal eingesetzte Kehl wurde vom Sportgericht wegen eines Schubsers gegen den Vierten Offiziellen Markus Schmidt ebenfalls für zwei Partien gesperrt. Er hatte an der Seitenlinie vergeblich auf seine Einwechslung gewartet und sich mit dem Schlusspfiff zu der leichten Handgreiflichkeit hinreißen lassen.

Kadlec muss wegen seiner Roten Karte für drei Spiele pausieren. Die Sportrichter werteten sein grobes Foul aus der 65. Minute gegen Götze als "rohes Spiel".

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