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1. Bundesliga: Hertha BSC verliert gegen den Hamburger SV mit 1 -2

Der schon seit drei Monaten auf einen Liga-Sieg wartende Hauptstadtclub konnte auch im ersten Heimspiel unter dem neuen Trainer Michael Skibbe nicht gewinnen. Der Hamburger SV gewann mit 2:1 bei Hertha BSC - trotz vieler Möglichkeiten in einer turbulenten Schlussphase.

In Berlin ist die Abstiegsangst zurück. Hertha BSC hat mit einem 1:2 (0:2) gegen den Hamburger SV auch das Heim-Debüt von Trainer Michael Skibbe verpatzt. Mit weiter 20 Punkten sind die Abstiegsplätze in der Tabelle der Bundesliga nun nur noch vier Zähler entfernt.

Der HSV konnte sich dagegen nach dem 1:5-Schock zum Hinrundenstart gegen Meister Dortmund mit jetzt 22 Punkten an den Berlinern vorbei auf Rang 11 schieben und darf zumindest von besseren Zeiten träumen.

Diekmeier stark, Kobiashvili schwach

Vor 49.168 Zuschauern im kalten Olympiastadion brachte Marcell Jansen die reiferen und besser organisierten Gäste in Führung (24. Minute). Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Mladen Petric per Kopf auf 2:0 (45.+1). Vor beiden Treffern hatte sich Hamburgs Verteidiger Dennis Diekmeier auf der rechten Außenbahn gegen Berlins Routinier Levan Kobiashvili durchgesetzt und nach innen geflankt. Hertha steigerte sich nach der Pause. Pierre-Michel Lasogga schaffte mit seinem siebenten Saisontor das 1:2 (82.), verpasste aber den Ausgleich.

"Angst und Skepsis haben im Profifußball keinen Platz", hatte Skibbe noch kurz vor seinem zweiten Spiel als neuer Berliner Coach erklärt. Auf dem Platz aber sah das in Halbzeit eins anders aus. Lediglich in der Startphase konnten die Hausherren über kurze Zeit die eigenen Fans mit einigen Offensivaktionen erwärmen. Doch ein Treffer von Roman Hubnik wurde zurecht wegen Abseits nicht anerkannt.

Raffael fehlt in der Kreativzentrale 

Der HSV, erstmals seit September des Vorjahres wieder mit Ex-Kapitän David Jarolim in der Mittelfeldzentrale, zeigte vor der Pause die bessere Spielanlage. Jansen und Petric hatten schon vor der Führung gute Chancen. Dann marschierte der 22 Jahre junge Diekmeier los, flankte - und Jansen hielt sechs Meter vor dem Hertha-Tor nur noch den linken Fuß hin. Vor dem zweiten HSV-Treffer ließen Christian Lell und Hubnik den Kroaten Petric unbedrängt einköpfen.

Wie schon beim vorangegangenen 0:2 in Nürnberg schaffte es Hertha lange nicht, die Lücke in der Kreativzentrale zu füllen, die der noch immer rot-gesperrt Raffael hinterlässt. Gegen den HSV durfte sich der Ex-Hamburger Tunay Torun mit als Offensivantreiber versuchen - wie zuletzt Raffael-Bruder Ronny ohne große Wirkung. Erst mit dem vorgezogenen Fabian Lustenberger wurde es besser.

Kein Elfmeter für die Hertha 

Zu allem Überfluss musste auch noch Verteidiger Christoph Janker zeitig nach einem unglücklichen Zusammenprall mit HSV-Torwart Jaroslav Drobny mit Verdacht auf Jochbeinbruch raus. Für ihn kam erstmals der lange an einer Sprunggelenksblessur leidende Andre Mijatovic ins Spiel, der sich jedoch gleich seine fünfte Gelbe Karte abholte und am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Hannover fehlt.

Nach der Pause entwickelte Hertha mehr Druck. Jarolim rettete vor Lustenberger (58.); ein Kopfball des eingewechselten Peter Niemeyer strich am HSV-Tor vorbei (66.). Als Niemeyer Hamburgs-Verteidiger Jeffrey Bruma an die Hand schoss, forderten die Berliner Elfmeter (68.). Ein Versuch von Adrian Ramos wurde später abgeblockt (72.).

Lasogga-Treffer brachte Hoffnung zurück 

Schließlich köpfte Lasogga nach Flanke von Kobiaschwili zum Anschluss ein. Der Stürmer vergab danach jedoch noch zwei gute Chancen. So nahmen die Gäste, die durch Paolo Guerrero (52., 72.) und Dennis Aogo (57.) weitere Tormöglichkeiten besaßen, drei Punkte aus Berlin mit.

sportal.de / sportal

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