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1. Bundesliga: Sieg-Premiere - Nürnberg schlägt Hoffenheim 3 -2

Wenn in Hoffenheim noch jemand vom internationalen Wettbewerb geträumt haben sollte, muss spätestens nach dem 2:3 gegen den 1. FC Nürnberg damit aufgehört werden. Ein Starke-Patzer besiegelte die Niederlage.

1899 Hoffenheim muss seine letzten Träume von der ersten Europa-League-Teilnahme begraben. Die heimschwache Mannschaft von Trainer Markus Babbel unterlag erstmals in der Bundesliga dem 1. FC Nürnberg mit 2:3 (1:2).

Tomas Pekhart (9. Minute) hatte den Club in Führung gebracht. Kapitän Andreas Beck (22.) glich aus - sein erster Erstliga-Treffer für die Kraichgauer. Daniel Didavi (45.) mit seinem sechsten Tor im fünften Spiel hintereinander und erneut Pekhart (71.) trafen dann für die Gäste, ehe Edson Braafheid (88.) verkürzte.

Ausgerechnet Torwart Tom Starke, den Babbel durch Nationaltorwart Tim Wiese ersetzen will, patzte bei zwei Gegentoren. Für die Nürnberger war es im sechsten Anlauf der erste Erstliga-Sieg gegen Hoffenheim. Die Hausherren weisen nach dem vorletzten Spieltag eine miserable Saison-Heimbilanz aus: Nur vier von 17 Spielen in Sinsheim wurden gewonnen.

Starke patzt, Hoffenheim-Fans wollen Wiese trotzdem nicht

Lautstark und auf vielen Plakaten hatten die 1899-Fans im Stadion Stimmung für Starke und gegen Wiese gemacht: Die Nachricht von den Verhandlungen mit dem Bremer hat die Anhängerschaft sogar zu einem kleinen Protestmarsch vor dem Anpfiff animiert. "Scheiß auf Wiese" hieß es dann in den Sprechchören, und minutenlang feierten die Zuschauer ihren Stammkeeper.

Doch das Theater schien Starke eher geschwächt zu haben: Ein Schuss von Didavi faustete der von der Sonne etwas geblendete Schlussmann derart unbeholfen Pekhart vor die Füße, dass der dankbar und locker zum 1:0 einschoss. Nur zwei Minuten später hätte allerdings Knowledge Musona nach einem Wirrwarr im Club-Strafraum ausgleichen müssen. Der Ball flog jedoch ein paar Zentimeter am Tor vorbei.

Trotz Temperaturen von an die 30 Grad entschieden sich beide Teams vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena nicht für Sommerfußball. Die Hoffenheimer erinnerten sich an ihre minimalen Chancen auf einen Platz im internationalen Geschäft und forcierten immer wieder das Tempo. Vor allem Sejad Salihovic und Flügelflitzer Boris Vukcevic über rechts machten Dampf. Nach einem Angriff über Musona und Sven Schipplock stolperte Beck den Ball zum 1:1 ins Netz.

Nach der Pause macht Nürnberg alles klar

Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer verhinderte dann gegen Musona (28.) und Schipplock (40.) einen Rückstand. Hoffenheim machte das Spiel - aber Nürnberg die Tore: Didavi traf bei einem Konter nach Vorarbeit von Pekhart noch vor der Pause zum 2:1 für die Franken.

Nach dem Wechsel zeigte sich Starke zunächst wieder von seiner stärksten Seite und rettete gegen den eingewechselten Albert Bunjaku. Die Hoffenheimer stürmten weiter, aber die harmlosen Ryan Babel und Schipplock verdeutlichten, warum der Verein auf Stürmersuche ist. Hoffenheims Keeper sah beim 1:3 erneut schlecht aus: Einen Schuss von Javier Pinola ließ Starke abprallen. Pekhart schoss erst an die Latte, traf dann aber per Kopf zur Vorentscheidung.

sportal.de / sportal

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