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190-Millionen-Euro-Deal: "Becks" kickt Hollywood

Für 190 Millionen Euro sind David Beckhams Zeiten bei Real Madrid endgültig gezählt. Der Superstar wechselt zum Sommer Verein und Kontinent. Los Angeles ruft. Dort besitzt Beckham eine Fußballschule und will in die Nähe von Tom Cruise und Katie Holmes ziehen.

David Beckham wechselt im Sommer von Real Madrid zu Los Angeles Galaxy in die Fußball-Profiliga der USA. "Nach Abwägung mehrerer Möglichkeiten, in Madrid zu bleiben, zu einem großen britischen oder europäischen Club zu wechseln, habe ich mich entschieden, mich LA Galaxy anzuschließen und ab August in der Major League Soccer zu spielen", teilte Beckham in einer Erklärung mit. Der ehemalige Kapitän der englischen Nationalmannschaft soll in Los Angeles einen Fünfjahresvertrag unterzeichnen und insgesamt umgerechnet 190 Millionen Euro kassieren, berichteten die britischen Fernsehsender BBC und Sky News.

Bis zum Schluss "100 Prozent"

"Real Madrid bat mich diese Woche, eine Entscheidung über meine Zukunft zu treffen und bot mir an, meinen Vertrag um zwei Jahre zu verlängern", erklärte Beckham. Der 31 Jahre alte Superstar bedankte sich bei den spanischen Fans, die ihm "die Entscheidung extrem schwer gemacht haben". Er versprach bis zum Saisonende "100 Prozent" für den Club zu geben, der im Achtelfinale der Champions League Gegner des FC Bayern München ist.

Wie Beckham hat auch der Brasilianer Ronaldo keine Zukunft mehr bei Real Madrid. Der Torjäger soll den spanischen Rekordmeister möglichst rasch verlassen. Trainer Fabio Capello strich am Donnerstag Ronaldo und Beckham - ebenso wie Antonio Cassano und Michel Salgado - für das Pokalspiel am Abend bei Betis Sevilla aus dem Kader. Dies ist bezeichnend, weil im Pokal normalerweise die Ersatzspieler eine Chance erhalten, und Ronaldo und Beckham sind bei Real nur Ersatz. "Capello schwingt gerne die Peitsche, und wenn das nicht hilft, nimmt er die Guillotine", schrieb die Zeitung "El Mundo".

"Real mobbt Ronaldo"

Der Trainer scheint Ronaldo praktisch zu einer "unerwünschten Person" erklärt zu haben. Für das Sportblatt "Marca" steht fest: "Ronaldo wird nie mehr für Real spielen." "El Mundo" meint, Real betreibe ein regelrechtes Mobbing, um den Brasilianer loszuwerden. Der Club habe durchsickern lassen, dass Ronaldo zusammen mit seinem Landsmann Robinho angetrunken zum Training erschienen sei.

Manche Experten warnen jedoch davor, Ronaldo überstürzt zu verkaufen. "Wer soll im Achtelfinale der Champions League gegen Bayern München die Tore schießen?", fragt der Kolumnist Tomàs Roncero. "Es sei daran erinnert, dass 2000 mit Nicolas Anelka es ebenfalls ein 'Aussätziger' war, der Real mit seinen Toren gegen Bayern ins Finale geschossen hatte."

Beckham betrachtet es nach Angaben des britischen Boulevardblatts "The Sun" als Herausforderung, in den USA junge Amerikaner für den Fußball zu begeistern. "So etwas hat nicht einmal ein Pelé oder ein George Best geschafft", sagte ein Beckham-Vertrauter der Zeitung. Beckham besitzt in Los Angeles eine eigene Fußballschule. Ehefrau Victoria hat sich vor einigen Wochen bereits nach einem Haus umgeschaut. Die Beckhams wollen angeblich in die Nähe des mit ihnen befreundeten Promi-Paares Tom Cruise und Katie ziehen.

DPA / DPA

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