VG-Wort Pixel

2. Bundesliga Aachen trennt sich von Funkel, Aussem übernimmt


Fünf Niederlagen in Folge hat Alemannia Aachen kassiert, sechs Spieltage bleiben noch, um den drohenden Abstieg zu verhindern. Gelingen soll das ohne Trainer Friedhelm Funkel, der den Laufpass bekam. U 23-Coach Ralf Aussem soll die Wende schaffen.

Alemannia Aachen hat sich von Coach Friedhelm Funkel getrennt. Nach fünf Niederlagen in Serie zog der Aufsichtsrat des Vereins die Notbremse. Auch Co-Trainer Christoph John wurde von seinen Aufgaben entbunden. Das entschied der Aufsichtsrat. Bis zum Saisonende übernimmt U 23-Coach Ralf Aussem die Betreuung des Profi-Teams.

"Nach fünf Niederlagen in Serie gab es Handlungsbedarf. Wir wollen alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Klassenerhalt zu schaffen", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Meino Heyen.

Aussem hatte in dieser Spielzeit schon einmal für eine Partie als Interimscoach fungiert. Nach der Entlassung von Peter Hyballa und vor der Verpflichtung von Funkel betreute er die Alemannia beim 0:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth am 18. September 2011.

Der 58 Jahre alte Funkel reagierte in einem Telefongespräch mit der dpa zunächst gelassen auf die Beurlaubung. "So, wie der Tabellenstand ist, muss ich das einfach akzeptieren. Und das tue ich", sagte er. Allerdings zeigte er sich "enttäuscht" von der Informationspolitik des Vereins: "Ich habe es von Sportdirektor Erik Meijer in einem Telefonat erfahren und nicht in einem persönlichen Gespräch."

Aussem schon vor Funkel Interimscoach 

"Ralf Aussem kennt die Mannschaft und den Verein, deshalb haben wir uns für diese interne Lösung entschieden", erklärte Heyen auf der Homepage des Vereins. Aachen belegt nach 28. Spieltagen den vorletzten Platz in der Tabelle. Der rettende 15. Platz ist schon in weiter Ferne, vieles deutet derzeit auf einen Dreikampf mit Rostock und Karlsruhe um den Relegationsplatz hin.

"Die Tendenz der letzten Spiele war einfach zu negativ", erklärte Sportdirektor Erik Meijer. Nur 20 Spiele hatte Friedhelm Funkel das Kommando an der Seitenlinie, die Ausbeute von 17 Punkten blieb dürftig.

"Mein Eindruck ist, dass einige Leute im und um den Verein das Thema Klassenerhalt schon abgehakt haben. Diese Stimmung müssen wir schnellstens verändern. Wir sind mittendrin in den wichtigsten Wochen des Jahres. Die Mannschaft muss kapieren, dass sie eine grottenschlechte Saison noch retten kann. Das ist wie ein Turnier mit sechs Spielen, vielleicht werden es auch acht", gab Hoffnungsträger Aussem die Marschrichtung für die kommenden Wochen vor.

sportal.de sportal

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker