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Zweite Fußball-Bundesliga: Karlsruher SC schießt 1860 ab

In den Sonntagsspielen der Zweiten Bundesliga mussten gleich drei Aufstiegsaspiranten einen Dämpfer hinnehmen: der 1. FC Kaiserslautern, 1860 München und Union Berlin. Obenauf ist dagegen der KSC.

Der 1. FC Kaiserslautern hinkt im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga weiter hinterher. Die "Roten Teufel" kamen am Sonntag nicht über ein 1:1 (1:1) gegen den VfL Bochum hinaus. Den Ausrutscher des SC Paderborn (1:2 gegen Fortuna Düsseldorf) konnte der FCK nicht nutzen und hat nun fünf Spieltage vor Saisonende fünf Punkte Rückstand auf den Tabellendritten.

Ausgerechnet der vom FCK an Bochum ausgeliehene Stürmer Richard Sukuta-Pasu hatte die Gäste in der 42. Minute in Führung gebracht. Mohamadou Idrissou glich drei Minuten später vor 26.916 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion aus. Für Lautern war es bereits das vierte Remis in den letzten sechs Spielen. Die Bochumer liegen im Kampf um den Klassenverbleib nun sechs Punkte vor dem Drittletzten Dynamo Dresden.

Im Duell der früheren Bundesligisten gaben die Lauterer meist den Ton an, erspielten sich aber kaum zwingende Torchancen. Zudem mussten sie von der 62. Minute an auf Kapitän Florian Dick verzichten, der wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah. Für die agilen Bochumer köpfte Marcel Maltritz kurz vor Schluss noch an die Latte.

1860 kassiert dritte Heimniederlage

Friedhelm Funkel hat seine Abschiedsspiele als Trainer des TSV 1860 München mit einer heftigen Niederlage gegen den Karlsruher SC eröffnet. Angeführt von Dreifach-Torschütze Rouwen Hennings gewann der Aufsteiger am Sonntag klar mit 3:0 (2:0) in München und wahrte seine geringen Aufstiegschancen. Der herausragende Hennings erzielte alle Treffer (19./32./53. Minute), den ersten per Foulelfmeter. Für die "Löwen", die sich am Saisonende von Funkel trennen, war es die dritte Heimniederlage nacheinander.

Die Sechziger waren vor 19.100 Zuschauern optisch überlegen, aber der reifere KSC setzte mit Kontern effektive Nadelstiche. 1860 half zudem in Person des jungen Markus Schwabl bei den ersten zwei Gegentoren mit. Beim Elfmeter brachte der Innenverteidiger Daniel Gordon im Strafraum zu Fall. Vor Hennings zweitem Streich unterlief Schwabl einen langen Ball. Auch nach der Pause ließen sich die offensiv einfallslosen Sechziger wie beim fulminanten 0:3 von Hennigs auskontern wie eine Schülermannschaft. Hennings vergab sogar noch die Chance auf sein viertes Tor (87.).

Aue entfernt sich von der Abstiegszone

Der FC Erzgebirge Aue hat einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib in der 2. Fußball-Bundesliga getan und dem 1. FC Union Berlin die wohl letzte Chance auf den Aufstieg genommen. Am Sonntag bezwangen die Sachsen die Berliner mit 3:2 (2:2). Union-Kapitän Torsten Mattuschka hatte die Gäste vor 12.000 Zuschauern mit einem schmeichelhaften Elfmeter (23.) in Führung gebracht. Jakub Sylvestr glich ebenfalls per Strafstoß aus (30.), Tobias Nickenig brachte die Gastgeber nur drei Minuten später sogar in Führung. Steven Skrzybski gelang noch in der ersten Halbzeit (40.) der Ausgleich. Erneut Sylvestr mit dem dritten Elfmetertor der Partie (72.) entschied das Ost-Duell.

Aue hatte in einer spannenden, gutklassigen ersten Halbzeit mehr vom Spiel und erarbeitete sich eine Vielzahl an guten Chancen. Von Union kam im Spiel nach vorn wenig, aber an Effektivität waren die Berliner kaum zu überbieten. Nach der Pause wirkten die Gäste spielfreudiger, doch das entscheidende Tor gelang Aue.

tkr/DPA / DPA

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