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2. Bundesliga: Absteiger topp, Aufsteiger flop

Bochum siegt brasilianisch, Freiburg und München erfüllen ihre Pflicht und Rostock blamiert sich. Am ersten Spieltag der 2. Bundesliga ließen die meisten Absteiger nichts anbrennen.

Die Aufstiegskandidaten der 2. Fußball-Bundesliga sind mit unterschiedlichem Erfolg aus den Startlöchern gekommen. Mit dem VfL Bochum, der mit dem 4:0 beim 1. FC Saarbrücken an die Tabellenspitze stürmte, unterstrichen auch der SC Freiburg mit dem 2:1-Pflichtsieg am Sonntag gegen Wacker Burghausen und der TSV 1860 München mit dem 2:1 bei Angstgegner LR Ahlen ihre Aufstiegsambitionen. Mit-Favorit Hansa Rostock erlitt gleich am 1. Spieltag einen Dämpfer und erwischte mit dem 1:2 gegen Aufsteiger Kickers Offenbach einen unerwarteten Fehlstart.

Mit Ausnahme der Offenbacher mussten alle Neulinge Lehrgeld zahlen. Eintracht Braunschweig (1:2 in Cottbus), die Sportfreunde Siegen (0:2 in Karlsruhe) und der SC Paderborn (0:3 in Unterhaching) gingen leer aus. Beim KSC trafen Danny Schwarz und Giovanni Federico, in Haching Babacar N’Diaye, Necat Aygün und Christoph Teinert. Die Partie des FC Erzgebirge Aue gegen Alemannia Aachen an diesem Montag beschließt den Saisonauftakt.

Saarbrücken bekommt Lektion von Bochum

Der VfL Bochum erteilte Saarbrücken am Samstag eine bittere Lektion. Der Brasilianer Edu als zweifacher Torschütze und sein Landsmann China, der an drei Treffern beteiligt war, machten Trainer Marcel Koller besonders viel Freude. "Ein Sieg im ersten Spiel ist immer sehr wichtig. Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen", sagte der Schweizer.

In Rostock war Neuling Offenbach die klar bessere Mannschaft und ein verdienter Sieger, aber Hansa ging zunächst durch Antonio di Salvo (26.) in Führung. Nach Offenbachs erstem Zweitliga-Tor durch Lars Weißenfeldt (60.) machte Thomas Wörle (87.) die Überraschung perfekt. Wenig Glanz strahlten die Freiburger aus, bei denen der 21-jährige Alexander Wacke Routinier Richard Golz im Tor ablöste. Eine durchschnittliche Leistung und die Tore von Soumaila Coulibaly (33.) und Roda Antar (83.) reichten zum Sieg.

Nach zwei Pleiten in der vergangenen Saison hatte der TSV 1860 diesmal gegen Ahlen das bessere Ende, und Trainer Reiner Maurer kam dank des späten Siegtreffers von Torjäger Michal Kolomaznik (89.) an der dritten Niederlage seiner Amtszeit als "Löwen"-Trainer einstecken. Nach Ahlens Führung durch Jan Velkoborskys (15.) gelang Rodrigo Costa (60.) der Ausgleich. Nach Freistoß des eingewechselten Emmanuel Krontiris nutzte der Brasilianer einen Fehler von LR-Torwart Pacal Borel zum Kopfballtor.

Dresden mit schlimmen Abwehrfehlern

Dank des späten Foulelfmetertreffers von Barbaros Barut (90.) feierte Fürth einen erfolgreichen Einstand. Trainer Benno Möhlmann bescheinigte seiner Mannschaft eine tolle Moral, weil sie sich nach Dresdens Ausgleich durch Ansgar Brinkmann nicht aufgeben habe, "aber im spielerischen Bereich müssen wir uns verbessern." Maßlos enttäuscht war Christoph Franke. "Wir haben uns durch schlimmes Abwehrverhalten um den Lohn gebracht", sagte der Dresdner Coach.

Francis Kioyo war der Held des Tages in Cottbus. Der Stürmer aus Kamerun rettete mit seinem Treffer kurz vor Spielende Energie den 2:1-Sieg gegen Braunschweig und sorgte zumindest sportlich für Ruhe in der Lausitz. Vor der Partie hatte der Streik des marokkanischen Nationalspieler Youssef Mokhatari, der aus persönlichen Gründen gegen Braunschweig nicht zur Verfügung stand, und die chaotische Mitgliederversammlung des mit 4,5 Millionen Euro kurzfristigen Verbindlichkeiten verschuldeten Clubs für Wirbel gesorgt.

Gerd Münster/DPA / DPA

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