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2. Bundesliga: Düsseldorf bleibt ungeschlagen, verpasst aber Platz 1

So machen die Montagsspiele in der 2. Liga Spaß: In einer temporeichen Partie trennten sich die Traditionsteams Eintracht Braunschweig und Fortuna Düsseldorf 1:1. Die Rheinländer verpassten damit aber den Sprung an die Tabellenspitze.

Eintracht Braunschweig hat den Sturm der Düsseldorfer Fortuna an die Tabellenspitze der 2. Liga verhindert, mit dem 1:1 verpassten es die Niedersachsen aber, nach Punkten mit den Gästen gleichzuziehen. Das Spitzenspiel hielt am Tag der deutschen Einheit über die gesamten 90 Minuten den Erwartungen stand, das Tempo war zeitweise Bundesliga-tauglich.

Die Düsseldorfer verdrängten mit dem Punktgewinn den FC St. Pauli vom dritten Platz, Braunschweig bleibt mit 19 Punkten auf Rang fünf. Die beiden Tore fielen vom Elfmeterpunkt, zunächst verwandelte Marc Pfitzner für die Eintracht (7.), Jens Leangeneke glich in der Schlussphase zum verdienten Unentschieden aus (85.).

Die Fortuna hadert mit dem Schiedsrichter

Das traditionsreiche Duell, in den 70er und 80er Jahren stets in der Bundesliga beheimatet, begann stimmungsvoll mit einer Pyro-Vorführung im Düsseldorfer Block und die Stimmung übertrug sich sofort auf den Rasen im Eintracht-Stadion. Vor allem die Gastgeber machten von Beginn an Druck und versuchte sich mit Schüssen aus der zweiten Reihe, aber auch die weiterhin ungeschlagene Fortuna versteckte sich nicht.

Die Eintracht ging dann auch früh in Führung, weil Schiedsrichter Markus Wingenbach einen leichten Kontakt von Rechtsverteidiger Tobias Levels gegen Nico Zimmermann als ausreichend für einen Elfmeter bewertete – eine harte, aber durchaus vertretbare Entscheidung. Die Düsseldorfer protestierten lautstark, unbeeindruckt von der Verzögerung verwandelte Pfitzner sicher (7.).

In der Folge entwickelte sich eine intensive Partie mit vielen Zweikämpfen und einem Übergewicht für die Gastgeber, die im Spiel nach vorne etwas zielstrebiger wirkten. Beide Teams suchten aber stets den Weg nach vorne, überbrückten das Mittelfeld schnell und so sahen die Zuschauer eine gutklassige Partie – ohne die ganz großen Torraumszenen.

Die Fortuna haderte dann aber noch ein zweites Mal mit Wingenbach, denn in der 37. Minute erzielte Maximilian Beister den vermeintlichen Ausgleich, doch der Schiedsrichter entschied beim unbeteiligten Sascha Rösler auf passives Abseits. Rösler stand zwar tatsächlich näher zum Tor als sein Gegenspieler, Keeper Daniel Davari behinderte er dabei aber nicht – anders als beim Elfmeter hätte man in dieser Szene sogar für die Düsseldorfer entscheiden müssen.

Das Tempo bleibt hoch

Auch bei der Rückkehr auf den Rasen nach dem Pausentee diskutierten die Düsseldorfer noch mit den Unparteiischen. Die Eintracht hatte ihre Gemüter dagegen besser abgekühlt und war sofort wieder im Spiel. Dennis Kruppke war bei seiner großen Kopfballchance dann aber zu überrascht und der Ball strich am Pfosten vorbei (49.). Doch auch die Fortuna fand die Konzentration wieder, Thomas Bröker vergab aber die Riesenchance zum Ausgleich (52.).

In keiner Phase verlor das Spiel dabei das hohe Grundtempo, die eine Mannschaft drängte auf den zweiten Treffer, die andere wollte zumindest einen Punkt mitnehmen. Mirko Boland und Mathias Fetsch hätten mit einer Doppelchance dann auch für die Führung sorgen können, doch Keeper Michael Ratajczak und Assani Lumimya vereitelten gemeinsam (64.).

In den letzten 20 Minuten erhöhte die Fortuna dann nochmals den Druck und wurde belohnt, auch weil Wingenbach diesmal die richtige Entscheidung fällte und nach einem Foul an Beister auf den Punkt zeigte. Langeneke gilt als einer der sichersten Elfmeterschützen der 2. Liga und bestätigte seinen Ruf mit einem Schuss ins linke Eck (85.). Beister hätte sogar noch für den Auswärtssieg sorgen können (87.), doch letztlich war das Remis gerecht.

Marcus Krämer

sportal.de / sportal

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