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DFB-Pokal Zwei Bundesligisten fliegen aus Pokal – einer knapp, einer klar

Vier Fußballer in blauen Trikots und Hosen bejubeln gemeinsam ein Tor
Die Spieler vom SV Darmstadt 98 bejubeln das 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach
© Thomas Frey / DPA
In Runde 2 des DFB-Pokals hat es eine Überraschung gegeben: Borussia Mönchengladbach scheidet gegen den Zweitligisten Darmstadt 98 aus. Eine böse Klatsche kassiert Schalke 04

Borussia Mönchengladbach ist an einem bitteren Pokal-Abend an der erwartet komplizierten Hürde SV Darmstadt 98 gescheitert. Beim Spitzenreiter der 2. Fußball-Bundesliga verlor die Borussia am Dienstag in der 2. Runde mit 1:2 (0:1). Nach den Toren von Phillip Tietz (23. Minute) und Aaron Seydel (79.) jubelten vor 15.850 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Böllenfalltor die Darmstädter über den Einzug ins Achtelfinale. Der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer von Luca Netz (48.) reichte Gladbach nicht. Und es kam noch schlimmer für die Gäste: Sowohl Stammtorwart Yann Sommer als auch Nationalspieler Jonas Hofmann mussten verletzt ausgewechselt werden.

SV Elversberg - VfL Bochum

Der Bundesliga-Letzte VfL Bochum hat ein enttäuschendes Aus im Pokal gerade so abwenden können. Die Mannschaft von Thomas Letsch gewann mit 1:0 (0:0) bei Drittliga-Tabellenführer SV Elversberg und steht im Achtelfinale. Das entscheidende Tor vor 6911 Zuschauern erzielte Anthony Losilla (85. Minute). Für Letsch war es seit Amtsantritt im September der zweite Sieg im vierten Spiel. Die Gastgeber aus dem Saarland hatten in Runde eins noch Bayer Leverkusen aus dem Pokal geworfen.

TSG Hoffenheim - FC Schalke 04

Mit einem sang- und klanglosen Aus im DFB-Pokal hat Trainer Frank Kramer seine Position beim FC Schalke 04 weiter geschwächt und muss mehr denn je um seinen Job bangen. Die Gelsenkirchener unterlagen am Dienstagabend in der zweiten Runde völlig verdient mit 1:5 (0:3) beim Bundesliga-Rivalen TSG 1899 Hoffenheim. Munas Dabbur (5. und 43. Minute), Angeliño (16.) mit seinem ersten Tor für die TSG, Ozan Kabak (51.) und Pavel Kaderabek (63.) trafen vor 15 633 Zuschauern in Sinsheim gegen völlig überforderte Königsblaue. "Kramer raus! Kramer raus!", riefen die mitgereisten Gäste-Fans nach dem fünften Gegentor.  

Vier Tage nach dem 0:3 in der Liga gegen die Kraichgauer wirkten die Schalke-Profis über weite Strecken mut- und ideenlos. So setzte es die fünfte Pflichtspiel-Niederlage in Serie für den Tabellenvorletzten und Kramer, der zuletzt von der sportlichen Leitung um Sportchef Rouven Schröder noch eine weitere Frist erhalten hatte. Ob der 50-Jährige auch am Sonntag im Spiel bei Hertha BSC noch auf der Bank sitzt, ist offen. 

Eintracht Braunschweig - VfL Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg hat mit Mühe das Pokal-Derby bei Eintracht Braunschweig gewonnen und die Runde der besten 16 erreicht. Vor 22 000 Zuschauern sorgten die Tore von Mattias Svanberg (8. Minute) und Jakub Kaminski (65.) für den hart erkämpften 2:1 (1:1)-Sieg des ambitionierten Bundesligaclubs im Nachbarschaftsduell beim Zweitliga-Aufsteiger. Maurice Multhaup gelang in der 40. Minute das 1:1 für den stark ersatzgeschwächten Außenseiter.

Begleitet wurde das hochemotionale Derby von Beginn an durch Pyrotechnik und Leuchtraketen der Wolfsburger Fans. Schon während der ersten Halbzeit ging VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke an den Zaun des Gästeblocks, um auf die Anhänger einzureden. Dazu marschierte die Polizei im Innenraum des Stadions auf.

RB Leipzig - Hamburger SV

RB Leipzig kann weiter auf die erfolgreiche Titelverteidigung im DFB-Pokal hoffen. Gegen den Fußball-Zweitligisten Hamburger SV setzte sich die Mannschaft von Trainer Marco Rose am Dienstag mit 4:0 (2:0) durch und zog erneut ins Achtelfinale ein. Der Däne Yussuf Poulsen traf vor 44.787 Zuschauern zweimal (33. Minute/36.). Mohamed Simakan (69.) und Benjamin Henrichs (82.) erhöhten in der zweiten Halbzeit für den Favoriten.

Dabei hatte der Champions-League-Teilnehmer auch Glück. Ein Distanzschuss von HSV-Profi Miro Muheim prallte in der 18. Minute erst an die Latte, dann an den Pfosten und von dort aus wieder ins Spielfeld zurück. Leipzig sorgte danach mit zwei schnellen Kontertoren von Poulsen für die Vorentscheidung. Simakan traf nach einer Ecke per Kopf zum 3:0, Henrichs markierte ebenfalls per Konter den 4:0-Endstand.

Stuttgarter Kickers - Eintracht Frankfurt

Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt hatte in seiner Zweitrunden-Partie ebenfalls wenig Mühe. Der deutsche Pokalchampion von 2018 siegte beim Fünftligisten Stuttgarter Kickers mit 2:0 (2:0). Randal Kolo Muani (11.) erzielte vor 10.000 Zuschauern die frühe Führung (11.). Nur sechs Minuten später erhöhte Hrvoje Smolcic nach einer Ecke von Mario Götze per Kopf für das Team von Trainer Oliver Glasner. Gegen den krassen Außenseiter schafften es die Hessen allerdings nicht, nach dem Seitenwechsel ein deutlicheres Ergebnis herauszuschießen.

VfB Lübeck - FSV Mainz 05

Der FSV Mainz 05 hat nach dem 2:0-Bundesliga-Erfolg bei Werder Bremen den zweiten Sieg in Norddeutschland innerhalb weniger Tage geholt. Beim Viertligisten VfB Lübeck siegte die Mannschaft von Trainer Bo Svensson vor 10.100 Zuschauern mit 3:0 (2:0). Alexander Hack (16.), Marcus Ingvartsen (43.) und Aymen Barkok (88.) trafen für die Mainzer. Zweitligist 1. FC Nürnberg mühte sich beim klassentieferen SV Waldhof Mannheim zu einem knappen 1:0 (0:0)-Erfolg. Ein Eigentor von Mannheims Gerrit Gohlke ermöglichte vor 17.757 Zuschauern den Sieg für die Mannschaft vom neuen Club-Trainer Markus Weinzierl.

tkr DPA

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