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2. Bundesliga: Löwen beißen wieder, Union Berlin schwächelt

Nach fünf Spielen oder Sieg hat der TSV 1860 München gegen Arminia Bielefeld wieder einen Dreier eingefahren. Aufstiegsaspirant Union Berlin dagegen konnte den Karlsruher SC nicht niederringen.

1860 München hat mit einem Auswärtssieg den Abwärtstrend in der 2. Fußball-Bundesliga gestoppt. Die "Löwen" gewannen am Samstag bei Arminia Bielefeld mit 1:0 (0:0) und verließen dank des Treffers von Dominik Stahl (57. Minute) erstmals nach zuletzt fünf sieglosen Partien wieder als Gewinner den Platz. Aufsteiger Bielefeld, vor einigen Wochen noch auf dem dritten Tabellenplatz vorgerückt, droht am Wochenende nach der bereits sechsten Pleite in Serie der Absturz auf die Abstiegsränge.

Den 14.309 Zuschauern auf der Alm wurde ein nur mäßig unterhaltsamer Nachmittag geboten. Beiden Teams war aufgrund der zuletzt schlechten Ergebnisse die Verunsicherung deutlich anzumerken. Viele Fehlpässe und kaum konstruktive Offensivaktionen bestimmten das Geschehen. Erst kurz vor der Pause hatte Bielefeld durch Anass Achahbar (45.) und Christian Müller (45.+2) die ersten Chancen.

Umso überraschender die Führung der Gäste kurz nach dem Seitenwechsel: Nach einer schwachen Kopfballabwehr des Ex-Münchners Arne Feick schoss Stahl den Ball aus der Drehung ins Netz. Bielefeld drängte fortan auf den Ausgleich, doch erneut Achahbar (67.) und Müller (69.) agierten im Abschluss zu harmlos.

Union Berlin

Der 1. FC Union Berlin hat den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Nach dem 0:4-Debakel beim 1. FC Köln kam der Hauptstadtclub am Samstag zu Hause nicht über ein 0:0 gegen Aufsteiger Karlsruher SC hinaus. In der niveauarmen Partie überzeugten die Gäste mit einer klugen Defensiv-Taktik, gegen die Union keine Mittel fand. Berlin steht nun auf Rang vier, der KSC ist Tabellenfünfter.

Die Gastgeber kontrollierten die erste Halbzeit, ohne dabei jedoch große Torgefahr zu entwickeln. Daran konnte auch Union-Kapitän Torsten Mattuschka nichts ändern, der nach seiner abgelaufenen Gelb-Sperre wieder in der Anfangsformation stand. Die einzig gute Möglichkeit der Köpenicker im ersten Durchgang vergab Michael Parensen (37. Minute), als er aus rund zehn Metern den Ball rechts neben den Pfosten setzte.

In der zweiten Halbzeit sahen die 20.757 Zuschauer etwas offensiver agierende Berliner. Zündende Ideen, den Abwehrverbund der Gäste zu knacken, hatten die Unioner jedoch weiter nicht. Der KSC setzte auf gelegentliche Konter und hätte damit fast Erfolg gehabt. Doch Ilian Micanski (71.) vergab aus Nahdistanz. So blieb es beim Remis. Karlsruhe ist damit seit vier Partien ungeschlagen.

tkr/DPA / DPA

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