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2. Bundesliga Paderborn rückt auf Platz drei vor


Das Überraschungsteam aus Paderborn mischt weiter die 2. Liga auf. Durch ihren neunten Saisonsieg setzten sich die Ostwestfalen vorerst auf Tabellenplatz drei fest. In Duisburg hingegen kam es zu einem Eklat um den Torhüter.

Der SC Paderborn schnuppert an den Spitzenplätzen der 2. Fußball-Bundesliga. Die Ostwestfalen fuhren am Freitagabend beim 2:1 (1:1) gegen den Karlsruher SC schon ihren neunten Saisonsieg ein und eroberten zum Auftakt des 15. Spieltages vorübergehend den Relegationsplatz drei. Damit misslang der Einstand des neuen KSC-Trainers Jörn Andersen ebenso wie der von Tomas Oral beim Schlusslicht FC Ingolstadt. Die Donaustädter unterlagen 1860 München mit ihrem neuen Coach im Bayern-Derby mit 0:1 (0:1).

Immerhin durfte sich Duisburgs Oliver Reck über drei Punkte freuen: Unter dem vom Interims- zum Cheftrainer beförderten Ex-Torwart beendete der MSV seine wochenlange Negativserie dank eines 3:0 (2:0) gegen Eintracht Braunschweig.

Nach sechs Siegen aus den jüngsten sieben Partien sah es in Paderborn lange nach einem Remis aus. Doch Torjäger Nick Proschwitz sicherte dem SCP zwei Minuten vor Schluss noch drei Zähler. Dabei hatte es Paderborn zunächst gemächlich angehen lassen. Gegen das verunsicherte Kellerkind aus Karlsruhe schien das trotzdem zu reichen - gleich die erste Chance nutzte Abwehrmann Sören Gonther (26. Spielminute) zur Führung. Doch Alexander Iaschwili (39.) brachte die kämpferisch starken Gäste mit einem umstrittenen Handelfmeter zurück ins Spiel. Glück für Paderborn, dass Iaschwili kurz nach der Pause einen weiteren fragwürdigen Strafstoß an den Querbalken setzte.

Keine Punkte für Oral

Kein Punkt für Andersen, auch keiner für Oral: Beim Debüt seines neuen Coaches agierte der FC Ingolstadt ähnlich harmlos wie zuletzt unter Ex-Coach Benno Möhlmann. Nach nur einem Zähler aus den vorangegangenen sechs Partien standen die Gastgeber vor ausverkauftem Haus zwar unter Zugzwang, gefährlich wurde es aber meist nur vor dem eigenen Tor. Beim 1:0 tanzte Djordje Rakic (20.) die Abwehrspieler Matip und Pisot aus - und vollendete dann eiskalt. Benjamin Lauth ließ kurz darauf die dicke Chance zum 2:0 liegen.

Eklat um Fromlowitz

Nach seiner Berufung zum neuen Chef wirbelte Duisburgs Coach Reck seine Elf kräftig durcheinander und verhalf dem 21-jährigen Nachwuchskeeper Felix Wiedwald zum Zweitliga-Debüt. Das sorgte für Unverständnis beim etatmäßigen Schlussmann Florian Fromlowitz, der sich gar weigerte, auf der Reservebank Platz zu nehmen. "Nachdem ich ihm am Nachmittag erklärt habe, dass er nicht im Tor stehen wird, sagte mir Fromlowitz, dass er mental nicht in der Lage sei, das Spiel auf der Bank zu verfolgen und in der Arena zu sein", sagte Reck.

Die abgerutschten "Zebras" hatten beim kuriosen Führungstor das Glück auf ihrer Seite: Braunschweigs Marcel Correia hatte den Ball im eigenen Strafraum nach einem Sprintduell eigentlich wegschlagen wollen, stattdessen aber schoss der Innenverteidiger Daniel Brosinski an, über dessen Kopf das Leder den Weg ins Tor fand (11.). Erneut Brosinski (32.) und Zvonko Pamic (85.) entschieden das Spiel. Braunschweigs Ärgerlich für die Eintracht, dass Benjamin Kessel (71.) wegen eines groben Foulspiels obendrein noch die Rote Karte.

DPA DPA

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