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2. Bundesliga Rostock ärgert sich über Remis im Geisterspiel

Der Sonntagsspieltag der zweiten Liga brachte keine Sieger hervor. Rostock ärgerte sich über ein Last-Minute-Remis gegen Dresden, Cottbus gab gegen den MSV trotz Überzahl den Sieg aus der Hand und Kumbela rettete Braunschweig den einen Punkt gegen Aachen.

Rostock musste im Geisterspiel ein Remis in letzter Minute hinnehmen. Auch in Cottbus ärgerte man sich - trotz Überzahl kam der FC Energie nicht über ein 1:1 hinaus. Die dritte Partie endete ebenfalls unentschieden, Aachen und Braunschweig trennten sich 1:1. 

Elfmeter, Gelb-Rote Karte und Last-Minute-Tor

In letzter Sekunde hat Hansa Rostock im Geisterspiel gegen Dynamo Dresden den Sieg noch aus der Hand gegeben. Nach dem 2:2 (1:1) gegen die Sachsen überwintert das Team von Wolfgang Wolf in der 2. Bundesliga auf einem Abstiegsplatz.

In der leeren DKB-Arena trafen Marcel Schied (1.) und Marek Mintal (57.) für die Hanseaten. Zlatko Dedic (43.) hatte mit einem umstrittenen Foulelfmeter das 1:1 markiert, ehe Mickael Poté mit dem Schlusspfiff (90.+2) das Remis herstellte. Der Rostocker Michael Wiemann (82./wiederholtes Foulspiel) sah die Gelb-Rote Karte.

Das Aufeinandertreffen der beiden Aufsteiger war das zweite Spiel ohne Zuschauer in der Bundesliga-Geschichte. Nach einem Urteil des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) waren Fans ausgesperrt worden. Vor dem Anpfiff waren Anhänger der Ostseestädter in einem Protestzug vor das Stadion marschiert.

Die Hanseaten erwischten mit dem Schied-Tor nach 30 Sekunden einen Traumstart. Danach gewann Dresden die Oberhand. In der 35. Minute vergab Dedic noch kläglich, vom Elfmeterpunkt gab er sich jedoch keine Blöße. Nach einem Pfostenschuss von Robert Müller (56.) gelang dem lange verletzten Mintal sein zweiter Saisontreffer. Rostocks Schlussmann Kevin Müller vereitelte in der 67. Minute eine Großchance von Poté, beim 2:2 war er aber chancenlos.

Cottbus vergibt Sieg in Überzahl

Der FC Energie Cottbus hat sich mit einem Unentschieden und einem gesicherten Mittelfeldplatz in die Winterpause der 2. Bundesliga verabschiedet. Die von Interimstrainer Markus Feldhoff betreuten Gastgeber aus der Lausitz trennten sich vom MSV Duisburg 1:1 (1:0), obwohl sie 31 Minuten lang in Überzahl waren. 7500 Zuschauer bedeuteten Saison-Minusrekord im Stadion der Freundschaft.

In einer umkämpften Partie, die in der zweiten Hälfte fast aus den Fugen geriet, brachte Marc-André Kruska Energie in der 34. Minute in Führung. Der Duisburger Dzemal Berberovic sah in der 59. Minute nach einem Gerangel mit Dimitar Rangelow die Gelb-Rote Karte. Trotz Überzahl und einiger sehenswerter Chancen mussten die Gastgeber aber in der 75. Minute den Ausgleich hinnehmen. Branimir Bajic verwandelte völlig ungedeckt nach einem Eckball von Benjamin Kern. Vor dem Spiel hatte Cottbus die Verpflichtung des 32-jährigen Abwehrspielers Uwe Möhrle vom Bundesligisten FC Augsburg bekanntgegeben.

Kumbela rettet Braunschweig

Torjäger Dominick Kumbela hat Eintracht Braunschweig vor einer Heim-Niederlage zum Jahresende bewahrt. Dank seines Treffers in der 86. Minute rettete die Eintracht ein 1:1 (0:1) gegen Alemannia Aachen. Ein Kopfball von Bas Sibum (26.) hatte den Aachenern zunächst Hoffnungen auf den dritten Saisonsieg gemacht. Das Team von Trainer Friedhelm Funkel unterstrich mit einer ordentlichen Leistung den Aufschwung der vergangenen Wochen, der Punkt half im Abstiegskampf aber nicht viel.

Die Eintracht spielte vor 19.950 Zuschauern lange Zeit ideeenlos. Die beste Chance in der ersten Halbzeit vereitelte Aachens Keeper Boy Waterman. Er lenkte einen Freistoß von Deniz Dogan (11.) über die Latte. Aachen spielte cleverer und nutzte die einzige Chance konsequent. Nach einem Freistoß von Timo Achenbach köpfte Sibum den Ball über die Linie. Die Eintracht, die das Hinspiel 2:0 gewonnen hatte, wurde für den läuferischen Aufwand im zweiten Abschnitt durch das Tor von Kumbela belohnt. In Benjamin Fuchs und Benjamin Kessel musste Trainer Torsten Lieberknecht gleich zwei Verteidiger wegen Verletzungen auswechseln.

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