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Zwei Top-Teams überzeugen: Borussen im Rausch - Was Sie zum DFB-Pokal-Abend wissen müssen

Die Gesetze des Pokals gelten nach wie vor: Mehrere Erstligisten mussten überraschend die Segel streichen, nachdem sie gegen klassentiefere Teams das Nachsehen hatten. Zwei Top-Teams gaben sich derweil keine Blöße.

Lars Stindl im Zweikampf mit Sead Kolasinac beim DFB-Pokalspiel zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach

Brachte seine Farben auf die Siegerstraße: Neuzugang Lars Stindl (l.) gewinnt hier das Duell gegen Schalkes Kolasinac, bevor er zum wegweisenden 1:0 einnetzte

Die Hälfte der Bundesligisten hat sich ins Achtelfinale des DFB-Pokals gespielt. Neun Clubs aus dem Oberhaus sind am Sonntag bei der Auslosung der nächsten Runde noch dabei. Dazu kommen fünf Zweitligisten, Drittligist FC Erzgebirge Aue und Underdog SpVgg Unterhaching aus der Regionalliga Süd. Am Mittwoch blieben die Überraschungen beim zweiten Akt der Zweitrunden-Begegnungen allerdings aus. In Erinnerung blieben vor allem die Siege der Borussias aus Dortmund und Mönchengladbach.

Entzaubert

Stefan Effenberg hat nach zwei Liga-Siegen nun auch die bittere Seite des Trainergeschäfts kennengelernt. Das 1:7 in Dortmund bremste die Euphorie um den Trainer-Novizen in Ostwestfalen. "Das müssen wir abschütteln. Wir werden daraus lernen", sagte Effenberg. Wunder kann auch der "Tiger" nicht bewirken, zumindest nicht gegen diesen entfesselten BVB. In 19 Pflichtspielen unter Coach Thomas Tuchel haben die Borussen schon 61 Tore erzielt.

Berauscht

André Schubert kann auch Pokal. Mit dem 2:0 auf Schalke setzten die Gladbacher ihren bemerkenswerten Erfolgsrausch unter dem Interimscoach fort, der weiter fleißig Argumente für eine Daueranstellung als Chef sammelt. Fünf Siege in der Bundesliga, nun auch das Achtelfinale im Cupwettbewerb - fehlt nur noch, dass

Schubert auch in der Champions League reüssiert. Nach dem 1:2 gegen Manchester City und dem 0:0 bei Juventus Turin bietet sich dafür nächste Woche gegen Juve die nächste Gelegenheit.

Undankbar

Ausgerechnet Anthony Ujah - dieser Gedanke dürfte viele Kölner am Mittwochabend in Bremen durchzuckt haben. Beim FC war der Nigerianer zum Bundesliga-Stammspieler geworden, ehe er vor dieser Saison auf eigenen Wunsch in Richtung Bremen weiterzog. Als letzten Gruß schoss er seinen alten Arbeitgeber nun aus dem Pokal. Zumindest auf ekstatischen Jubel verzichtete Ujah nach seinem entscheidenden 1:0. Für Werder ist der Sieg ein gutes Omen. Zum dritten Mal nach 1961 und 1991 setzten sich die Bremer gegen Köln im Pokal durch, danach holten die Norddeutschen jeweils den Pott.

lst/ DPA

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