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Talent nicht erkannt: Adidas ignoriert Angebot: Werbeclip wird zum viralen Hit

Vermutlich war sich Eugen Merher sicher, dass sein Angebot auf großes Interesse stoßen wird. Er drehte eine gut gemachte Adidas-Werbung und bot sie dem Sportartikel-Hersteller an. Doch der ignorierte das Angebot. Das war ein Fehler.

Ein Mann in Turnhemd wird aufgehalten - Szene aus einem Adidas-Werbeclip, den Adidas ignorierte

Kein Durchkommen: In einem zu Herzen gehenden Adidas-Clip wird ein gealterter Sportler daran gehindert, aus dem Gebäude zu laufen. Der Werbe-Film ist ein Hit im Netz.

Die Geschichte der Unterhaltung ist voller Fehleinschätzungen von Talenten. Noch heute ist die Plattenfirma Decca auf traurige Weise als das Label berühmt, dass einst die Beatles nicht unter Vertrag nehmen wollte. Dumm gelaufen. Ob es Adidas, dem weltbekannten deutschen Sportartikel-Hersteller, mit dem 26-jährigen Werbefilmer Eugen Merher auch so gehen wird, bleibt abzuwarten. Aber schon jetzt ist klar, dass das Unternehmen aus Herzogenaurach nicht den richtigen Riecher für das Talent des aus Moldau stammenden jungen Regisseurs hat.

Der hatte Adidas ein 1 Minute 40 langes Commercial angeboten, doch offenbar war die Kommunikations-Abteilung des Unternehmens nicht recht interessiert. Der "Huffington Post" sagte Merher, er habe versucht, Adidas den Clip anzubieten, "aber sie haben nicht wirklich reagiert".


Adidas-Clip, den Adidas nicht wollte

"Break Free", so der Titel des Filmchens, erzählt die Geschichte eines einst erfolgreichen Sportlers, der in einem abgerissenen Altersheim mehr oder weniger auf das Ende seiner Tage wartet. Nach schier endloser Zeit, entdeckt an einem mal wieder monotonen Tag seine alten Sportschuhe wieder - natürlich ein Paar mit den berühmten drei Streifen. Er entschließt sich sein jüngeres Ich auferstehen zu lassen und wieder zu laufen. Doch die strenge Heim-Besatzung verhindert jeden Versuch, aus dem grauen Alltag auszubrechen. Bis eines Tages die Mit-Insassen aktiv werden und helfen ...

Ein Geschichtchen, das zu Herzen geht. Und mancher Betrachter mag gar ein Tränchen verdrücken. In jedem Fall ist der Adidas-Clip, den Adidas nicht wollte, ein viraler Hit. Allein auf Youtube wurde "Break Free" schon 415.000-Mal angeschaut - und die Zugriffszahl wächst weiter. Wird Eugen Merher also für Adidas, was die Beatles für Decca waren?

Eugen Merher zeigt seine Filme u.a. auf Youtube und Vimeo.

dho

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