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Aufstiegskampf: Frankfurt steigt auf

Eintracht Frankfurt ist dritter Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga. Die Hessen gewannen am letzten Spieltag der 2. Bundesliga gegen Reutlingen mit 6:3. Der FSV Mainz 05 scheiterte trotz eines 4:1-Sieges am schlechteren Torverhältnis.

Eintracht Frankfurt hat in allerletzter Minute die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga geschafft. In einem an Dramaturgie nicht zu überbietenden Krimi sicherte sich das Team von Trainer Willi Reimann am letzten Saison-Spieltag in der 2. Bundesliga mit einem 6:3 über den SSV Reutlingen den Aufstieg. Die Frankfurter schafften den Sprung ins Oberhaus auf Grund der besseren Tordifferenz gegenüber dem FSV Mainz 05, dessen 4:1 bei Eintracht Braunschweig am Ende wertlos war. Neben der Eintracht spielen auch der SC Freiburg und der 1. FC Köln in der nächsten Saison in der Bundesliga.

Nach dem SV Waldhof Mannheim und FC St. Pauli Hamburg müssen auch Eintracht Braunschweig und SSV Reutlingen in die dritte Liga. Der Karlsruher SC und Rot-Weiß Oberhausen konnten sich in letzter Minute retten.

Aufsteiger in die Bundesliga

1.

1. FC Köln

2.

SC Freiburg

3.

Eintracht Frankfurt

Wunder vom Main

Das Frankfurter Stadion glich nach dem sensationellen Spielverlauf einem Tollhaus. Das Team von Willi Reimann führte schon 3:1, ehe die Reutlinger zum 3:3 ausglichen. Die Frankfurter schienen vor dem Aus, als aus Braunschweig ein 4:1 des FSV Mainz 05 gemeldet wurde. Doch in den Schlussminuten überschlugen sich die Ereignisse. Trainer Reimann schrie seine Mannschaft förmlich nach vorn und das "Wunder vom Main" nahm seinen Lauf. Bakary Diakite (2) und Alexander Schur machten mit ihren "Last-Minute-Toren" das Unmögliche für die Eintracht möglich.

Tränen in Braunschweig

Tränen flossen dagegen in Braunschweig. Der FSV Mainz 05 hat es wieder nicht geschafft. Vier Mal hatte Benjamin Auer für die Mainzer getroffen, doch am Ende fehlte dem FSV ein Treffer. «Wir werden auch nach diesem Niederschlag wieder aufstehen. Es ist bitter, wenn man so etwas erlebt hat», sagte ein restlos enttäuschter Mainzer Präsident Harald Strutz. Die Braunschweiger weinten am Schluss ebenfalls.

Das Team von Trainer Uwe Reinders legte zwar einen starken Endspurt hin, doch beim Saison-Finale spielte die Eintracht wie gelähmt. «Bei uns haben die Nerven nicht gehalten. Der Gegner hat jeden Fehler gnadenlos ausgenutzt», meinte der restlos enttäuschte Eintracht-Trainer. Auf den deutschen Meister von 1967 kommen schwere Zeiten zu, denn finanziell ist die Saison in der dritten Liga noch keineswegs ganz gesichert.

Aus für Reutlingen

Auch für den SSV Reutlingen kam das Aus. Trotz eines großen Kampfes bei Eintracht Frankfurt reichte es nicht mehr zum Klassenverbleib für das Team von Trainer Uwe Erkenbrecher. Zusammen mit dem FC St. Pauli Hamburg (1:4 in Aachen) und Waldhof Mannheim (1:3 in Lübeck) müssen Reutlingen sowie Braunschweig absteigen.

Beim Karlsruher SC wurde nach dem 2:1 über die SpVgg Greuther Fürth ebenso über den Klassenerhalt gejubelt wie bei der LR Ahlen (2:1 über Rot-Weiß Oberhausen). Die Erfolge von Wacker Burghausen (2:0 über den 1. FC Köln), 1. FC Union Berlin (1:0 bei Eintracht Trier) und MSV Duisburg (3:2 über SC Freiburg) hatten nur noch statistischen Wert.

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