Bayern München Hoeneß erklärt Shopping-Tour für beendet


Aktuell steht kein Spieler mehr auf der Einkaufsliste: Bayern-Manager Uli Hoeneß hat die Shopping-Tour des Rekordmeisters für abgeschlossen erklärt. Fast 50 Millionen haben die Bayern für neue Spieler ausgegeben - und auch der Poker um den besten Spieler scheint gelaufen.

Bayern München hat seine Personalplanungen für die neue Saison so gut wie abgeschlossen. Manager Uli Hoeneß will nicht um jeden Preis einen neuen Rechtsverteidiger beim Fußball-Rekordmeister verpflichten. "Hinten rechts machen wir nur noch was, wenn wir Besseres finden, als das, was wir haben", sagte Hoeneß in der Münchner "tz" (Montagsausgabe). Auch auf der Torwartposition soll nach dem erfolglosen Werben um Schalkes Manuel Neuer alles beim Alten bleiben. "Wir fahren nicht nach Gelsenkirchen und verhandeln auch nicht mehr. Das Thema Neuer ist erledigt. Und es gibt auch keinen Alternativkandidaten. Wir gehen mit Jörg Butt und Michael Rensing in die Saison", betonte der Bayern-Manager.

Boswinga kein Thema mehr

Nachdem die Bayern ihren Kader für rund 50 Millionen Euro verstärkt haben, schließt Hoeneß weitere Neuverpflichtungen bis zum Ende der Wechselperiode am 31. August fast aus. "Im Moment siehts so aus. Doch manchmal bin ich selbst überrascht, weil uns etwas einfällt, mit dem wir gar nicht gerechnet haben", sagte der 57- Jährige. Der ursprünglich als Rechtsverteidiger vorgesehene José Boswinga von Michael Ballacks Londoner Club FC Chelsea ist kein Thema mehr. Neben Rückkehrer Andreas Görlitz rechnet Hoeneß hier auch mit Hamit Altintop, "der das problemlos erledigen kann."

Der Poker um Franck Ribéry ist nach Ansicht von Hoeneß zu Gunsten des FC Bayern gelaufen. "Hatten Sie jemals das Gefühl, dass wir da nachgeben? Haben wir jemals Schwäche gezeigt?", beschrieb der Manager die wochenlange Auseinandersetzung mit Real Madrid. Der spanische Rekordmeister hat inzwischen den Kampf um den Franzosen aufgegeben, will aber im kommenden Jahr einen neuen Anlauf unternehmen. "Das Problem an der Sache sind die Bayern. Sie haben für jedes Bein von Ribéry 50 Millionen Euro verlangt. Da kann man gleich sagen, dass er unverkäuflich ist. Aber wenn er nicht dieses Jahr zu uns kommt, dann eben im nächsten", sagte Reals Sportdirektor Jorge Valdano.

Hoeneß rechnet weiter mit Toni

"Am 1. Juli steht Franck bei uns auf dem Trainingsplatz", merkte Hoeneß an. Auch mit Luca Toni rechnet der Manager weiter. Angesichts der Konkurrenz im Angriff erwägt der italienische Weltmeister eine Rückkehr in die Heimat, doch Hoeneß nimmt Tonis Aussagen nicht ernst: "Schmarrn. Wer sagt denn, dass er das so meint. Wir jedenfalls haben noch nie einen Spieler fortgejagt. Es wäre schön, wenn er bleibt und um seinen Platz kämpft."

Bei einem anderen Spieler scheint sich dagegen eine Lösung abzuzeichnen. Die Rückkehr von Tim Borowski zu Werder Bremen wird immer wahrscheinlicher. Werder-Sportdirektor Klaus Allofs und der bei Bayern München aussortierte Nationalspieler haben bereits über einen Wechsel nach Bremen gesprochen. "Es gab ein erstes gutes Gespräch. Die Sache ist für mich sehr interessant", sagte der 29 Jahre alte Fußball-Profi der "Kreiszeitung Syke".

DPA/tis DPA

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