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Bayern München: Hoeneß wettert gegen Löw

Uli Hoeneß kann es nicht lassen: Mit deutlichen Worten hat der Bayern-Manager verbale Giftpfeile in Richtung DFB und Bundestrainer Joachim Löw abgeschossen. Außerdem gab er kund, dass in der Sommerpause kein weiterer Stürmer verpflichtet wird - aber an einem jungen Mittelfeldspieler gibt es großes Interesse.

Für eine Nacht war die Lage beruhigt, da heizte Uli Hoeneß den Interessenkonflikt zwischen Nationalmannschaft und Liga neu an. "Mich stört an der ganzen Diskussion, dass immer, wenn so Länderspiele gegen Liechtenstein oder Andorra vor der Tür stehen, die zuständigen Herren vom DFB der Bundesliga zeigen wollen, wie man Fußball spielt", übermittelte der Manager des FC Bayern via "Münchner Merkur" am Dienstag aus der bayrischen Landeshauptstadt nach Leipzig.

"Die sollten uns in den Vereinen besuchen und uns dort nachweisen, dass wir falsch arbeiten. Dann können wir gerne darüber reden", riet der Bayern-Manager den Verantwortlichen der Nationalelf. Löw allerdings hatte zuvor schon mehrfach auf eine bessere und intensivere Zusammenarbeit mit der Liga verwiesen. Auch von den jüngsten Fitnesstests der Nationalmannschaft soll die Liga mitprofitieren. "Wir werden die Ergebnisse natürlich auch an die Vereinstrainer und die Fitnesstrainer der Vereine übermitteln", sagte Teamarzt Meyer am Dienstag in Leipzig.

Auch zur Einkaufspolitik der Bayern äußerte sich Hoeneß. Trotz des aktuellen Engpasses durch Verletzte soll in der Sommerpause kein weiterer Angreifer verpflichtet werden. "Wir haben uns dazu entschlossen, in die kommende Saison mit Luca Toni, Miroslav Klose, Ivica Olic und Thomas Müller zu gehen. Lieber habe ich mal ein paar Wochen einen Engpass als eine ganze Saison ein Theater wie mit Lukas Podolski", sagte Hoeneß dem Münchner Merkur.

Allerdings sollen die Bayern Interesse an Mittelfeldspieler Aiden McGeady von Celtic Glasgow haben. In der Sun wird der irische Nationalcoach Giovanni Trapattoni zitiert, dass die Münchner zuletzt seine Meinung über den irischen Nationalspieler eingeholt hätten. Der 22 Jahre alte McGeady, dessen Marktwert bei sieben Millionen Euro liegen soll, sei einer seiner "wichtigsten Spieler", sagte der ehemalige Bayern-Trainer.

Im Angriff gibt es für Hoeneß aber trotz der durch die Verletzungen von Toni und Klose angespannten Situation keinen Grund zum Umdenken: "Wenn wir einen weiteren fertigen Spieler holen würden, würde Thomas Müller doch wieder nur auf der Bank sitzen. Aber wir wollen einem jungen Spieler hier mal wieder eine Chance geben."

Zudem stellte der Bayern-Manager klar, dass es für Podolski, der im Sommer für rund zehn Millionen Euro nach Köln zurückkehrt, "kein Rückkaufsrecht gibt". Zuletzt hatte Trainer Jürgen Klinsmann die Möglichkeit skizziert, dass der 23 Jahre alte Nationalspieler irgendwann wieder beim FC Bayern spielen könnte.

DPA/SID/tis / DPA

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